3. april 1917 – Milert Schulz: “Die Bevölkerung ist hier auch viel netter”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien, hvor han i slutningen af marts 1917 blev kompagniskriver.

Im Felde den 3.4..17

Meine lieben Eltern und Geschwister!
Besten Dank für erhaltenes Paket mit Kuchen und Torte, aber von wann dasselbe ist weis ich nicht. Ebenfalls für das Schreibpapier von Thilde und Onkel Anton. Briefe habe ich nun in 14 Tage nicht gehabt, aber der Grund ist nicht Euch zu beschuldigen sondern das liegt an diesem Marsch den wir gemacht haben. Aber in 4-5 Tagen kommt da
4 Wagen voll zum Regiment. Aber das ist ja noch lange nicht alles[,] denn Post liegt da in der Etappe für mindestens 15 Wagen. Das wird ja auch so allmählig geholt. Hoffentlich bekomme ich denn einen ordentlichen Schwung Briefe und Pakete.

Ihr habt ja nun wohl auch in langer Zeit keine Post von mir gehabt? Aber deshalb beunruhigt Euch nicht. Ich habe Euch ja schon einmal auseinanderge setzt mit welchen Schwierigkeiten das Transportieren verbunden ist. 10 Tage sind wir auf den Marsch gewesen und erst vor ein paar Tagen an Ort und Stelle gekommen. Wir liegen jetzt westlich von Monastier dicht an Albanien.

Ich habe ja so richtig Glück gehabt dass ich Kompagnie-Schreiber geworden bin. Einen tadellosen Posten. Ganz hinten in aller Ruhe. Brauche nicht vorne im Schützengraben zu sein, also auch nicht so vielen gefahren ausgesetzt. Wir haben hier ein schönes Quartier.

Nun fängt man erst rigtig an die Hitze zu spüren. Wenn man Mittags in der Sonne Sitzt ist es kaum auszuhalten. Sonst Ist es ja ganz schön hier. Die Obstbäume stehen schon in voller Blüte. Herlich anzusehen. Die Bevölkerung ist hier auch viel netter als dort wo wir waren. Die Machen und tun alles für uns. Sonst ist da ja nicht viel neues zu erzählen. Ich habe es ja tadellos und bin noch immer Gott sei Dank gesund und munter, und hoffe ich auch dasselbe von Euch meine Lieben.

Wünsche Euch auch noch nachträglich ein von Gott reich gesegnetes Osterfest. Ich kann ja leider nicht zu Hause sein, aber hier können wir ja auch Ostern feiern. (Jedoch ohne Eier.) Aber das ist ja auch nicht die Hauptsache des Festes. Hoffentlich können wir nächstes Jahr Ostern zusammen feiern. Gott gebe das der Krieg bald ein Ende nehmen. Nun zum Schluss seid Ihr alle recht herzl. gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert.

Auf Wiedersehn!

Die erste Seite habe ich etwas schön geschrieben[,] aber das letzte ist nicht so gut[,] da ich mich beeilen musste.

(Brev i privateje)

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