Senest opdateret 30. august 2016
Einleitung
Nach dreijährigem Sammeln liegen die drei Bände „Kleinwiehe 1914-1918“ abgeschlossen vor. Der erste Band erzählt von unseren teuren Toten, die im Schlachtengewitter draußen an der Front, in Ost und West ihr frühes Grab fanden, oder die in der Heimat im Laufe des Weltkrieges an den erhaltenen Wunden starben.
Ihr Kriegsschicksal ist zusammengestellt aus Briefen und Bildern, Erzählungen und Berichten treuer Kameraden, aus Tagebüchern und amtlichen Schriften über den Verlauf des Krieges. Es ist mein emühen gewesen ehrlich und treu zu erzählen was sie erlebten, die uns unvergessenen Kameraden.
Leider konnte nicht jede Arbeit gleich umfangreich sein. Die Quellen flossen zu verschieden stark, aus denen ich schöpfen konnte.
Ich danke aber gleich gern allen denen, die mir zur Hand gingen um die Arbeit fertig stellen zu können, ebenso wie ich allen danke, nicht zuletzt der Gemeinde, daß mir die selbstgestellte Aufgabe geldlich ermöglicht wurde.
Seit dem 1.12.1934 schreibe ich – und nie bin ich der Arbeit müde geworden. Es brannte in mir die Sehnsucht, die toten Kameraden nicht vergessen zu lassen. Zu schnell rollte das Rad der Zeit nach dem Kriege, zu groß waren die neuen Eindrücke, als daß der Heldentod unserer Söhne und Männer, unser aller Brüder im stetig starken Gedenken blieb.
Darum, daß sie, die uns nur vorangingen, und ewig nah blieben, sammelte und schrieb ich dieses Buch.
Ich lege es in die Hände der Mütter, der Frauen, der Brüder, ja aller Glieder unserer Gemeinde in dem Hoffen, daß wir dereinst unserer Helden wert gehalten werden; dass sie nicht umsonst den Tod fanden da draußen an der wilden Front oder im schmerzensreichen Lazarett; daß aus ihrem Tode erblühen möge wofür sie hinauszogen und den frühen Tod fanden. unser einiges deutsches Vaterland, unser einiges deutsches Volk unsere ungeteilte liebe Heimat. Das walte Gott!
Kleinwiehe, zum Olof Berg
Weihnachtsfest 1934 Lehrer


