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	Kommentarer til: Den gotiske Udfordring	</title>
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	<description>Sønderjyderne og Den store krig 1914 - 1918</description>
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		Af: Preben T. Clausen		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Preben T. Clausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Nov 2023 12:30:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Flandern d. 10.6.15

Meine liebe Emilie
Gestern deinen lieben Brief erhal-
ten, wofür ich herzlich danke. Wie ich
sehe hast du denselben im Zug geschrieben
das nenne ich die Zeit ausnützen.
Verzeihe mir Emilie, daß mein
Brief nicht rechtzeitig eingetroffen
ist. Man kann es ja nicht immer
so genau treffen. Bist du jetzt wieder
zurück? Du schreibst, daß Karl wieder
nach dem Osten gereist ist. Also wurde
ihm sein Wunsch doch nicht erfüllt;

wer weiß wozu es gut ist. Wir
haben auch verschiedene hier die früher
im Osten standen. Und sie sehnen sich
alle wieder dahin. Aber ich glaube
umgekehrt wird es dasselbe sein; der
Krieg ist eben Krieg und es ist über
all etwas. Bei uns ist es jetzt, nach-
dem der Feind sich mehrmals den
Schädel eingerannt hat, glücklicher Weise
etwas ruhiger geworden. Aber trauen
kann man ihn doch nicht; denn
falsch ist er nun einmal. Oft macht
er hier eine große Knallerei während
xx xxx angreift. Aber wir kennen
ihn jetzt ja schon genügend und lassen
uns so leicht nicht irre führen.

Ein paar Briefe haben wir auch schon
von ihm bekommen, wo er uns
sogar mit „liebe Kameraden“ an-
redet. Wir müßten uns doch ergeben
da unser Kampf doch zwecklos war,
und wir nur unnötiges Gut und
Blut opferten wo sich die Zahl un-
sere Feinde jetzt doch um einen
mehr erhöht hatte, schrieb er. Wir haben
natürlich dieselben anstandshalber
beantwortet, aber auf unsere Er-
gebung kann er vielleicht doch lange
lauern. – Mußte eben eine Pau-
se machen; denn bei dem heftigen
Regen leckte der Unterstand kolosal
durch und das soll doch beim Schreiben
auf die Dauer nicht gut sein. Wie steht
es bei Euch mit dem Regen, den könnt

Ihr wohl auch gebrauchen. Warst du
Gestern auf Gosenland? Ich meine
Paulines Geburtstag. Haben sie da
mit den Rüben angefangen oder sind
sie noch nicht so weit. Hoffentlich
werden sie mehr Glück damit haben
wie die letzten beiden Jahren. Hier
ist in der letzten Zeit nicht viel los
gewesen. Haben eine drückende Hitze
gehabt, doch seitdem vorgestern ein
Gewitter losbrach ist es wieder schön
frisch. Sonst alles wohl. Hatte gestern
auch einen Brief von unseren Nach-
bar Jörgen Jessen. Zum Schluß einen
herzlichen Gruß an Euch allen.
Es küße dich dein Iwer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Flandern d. 10.6.15</p>
<p>Meine liebe Emilie<br />
Gestern deinen lieben Brief erhal-<br />
ten, wofür ich herzlich danke. Wie ich<br />
sehe hast du denselben im Zug geschrieben<br />
das nenne ich die Zeit ausnützen.<br />
Verzeihe mir Emilie, daß mein<br />
Brief nicht rechtzeitig eingetroffen<br />
ist. Man kann es ja nicht immer<br />
so genau treffen. Bist du jetzt wieder<br />
zurück? Du schreibst, daß Karl wieder<br />
nach dem Osten gereist ist. Also wurde<br />
ihm sein Wunsch doch nicht erfüllt;</p>
<p>wer weiß wozu es gut ist. Wir<br />
haben auch verschiedene hier die früher<br />
im Osten standen. Und sie sehnen sich<br />
alle wieder dahin. Aber ich glaube<br />
umgekehrt wird es dasselbe sein; der<br />
Krieg ist eben Krieg und es ist über<br />
all etwas. Bei uns ist es jetzt, nach-<br />
dem der Feind sich mehrmals den<br />
Schädel eingerannt hat, glücklicher Weise<br />
etwas ruhiger geworden. Aber trauen<br />
kann man ihn doch nicht; denn<br />
falsch ist er nun einmal. Oft macht<br />
er hier eine große Knallerei während<br />
xx xxx angreift. Aber wir kennen<br />
ihn jetzt ja schon genügend und lassen<br />
uns so leicht nicht irre führen.</p>
<p>Ein paar Briefe haben wir auch schon<br />
von ihm bekommen, wo er uns<br />
sogar mit „liebe Kameraden“ an-<br />
redet. Wir müßten uns doch ergeben<br />
da unser Kampf doch zwecklos war,<br />
und wir nur unnötiges Gut und<br />
Blut opferten wo sich die Zahl un-<br />
sere Feinde jetzt doch um einen<br />
mehr erhöht hatte, schrieb er. Wir haben<br />
natürlich dieselben anstandshalber<br />
beantwortet, aber auf unsere Er-<br />
gebung kann er vielleicht doch lange<br />
lauern. – Mußte eben eine Pau-<br />
se machen; denn bei dem heftigen<br />
Regen leckte der Unterstand kolosal<br />
durch und das soll doch beim Schreiben<br />
auf die Dauer nicht gut sein. Wie steht<br />
es bei Euch mit dem Regen, den könnt</p>
<p>Ihr wohl auch gebrauchen. Warst du<br />
Gestern auf Gosenland? Ich meine<br />
Paulines Geburtstag. Haben sie da<br />
mit den Rüben angefangen oder sind<br />
sie noch nicht so weit. Hoffentlich<br />
werden sie mehr Glück damit haben<br />
wie die letzten beiden Jahren. Hier<br />
ist in der letzten Zeit nicht viel los<br />
gewesen. Haben eine drückende Hitze<br />
gehabt, doch seitdem vorgestern ein<br />
Gewitter losbrach ist es wieder schön<br />
frisch. Sonst alles wohl. Hatte gestern<br />
auch einen Brief von unseren Nach-<br />
bar Jörgen Jessen. Zum Schluß einen<br />
herzlichen Gruß an Euch allen.<br />
Es küße dich dein Iwer.</p>
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