Tag-arkiv: Vejret

19. Juni 1917 – Milert Schulz: “… beim einem Angriff 500 Tote“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien. Og nu håber han, at kunne komme hjem i august eller september.

Im Felde d.19.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Meinen besten Dank für Eure lieben Briefe vom 11.6.17. liebe Mutter und Vater. En hat mich sehr gefreut mal wieder etwas aus der lieben Heimat zu bekommen. Wie ich ja aus alle Euren Briefen sehen kann habt Ihr’s ja noch immer recht gut. Ihr schrieb mir letzt ob ich nicht Kaffee oder Wolle besorgen kann. Ja meine lieben mit Kaffee wird es wohl nicht so leicht sein. Aber mit Wolle liesse sich vielleicht etwas machen. Ich werde mich mal nach salchen Sachen umsehen. Vielleicht kann ich doch etwas auftreiben.

Mir geht es ja noch immer recht gut hier unten. Bin noch immer gesund und munter.  Hier haben wir jeden Tag Gewitter und viel Regen. Gestern regnete es so stark, dass wir kaum in unsern Zelt aufhalten konnten. Also regen genug. Ich wünschte dass dieser Regen zu Hause gefallen wäre.

Gestern bekammen wir Telegram von unsern Feldwebel, dass er zu Hause erkrankt war. Na hoffentlich kommt er noch wieder, dass ich auch nach Hause fahren kann. Wenn’s Glückt komme ich vielleicht im September oder Ende August. Nun wollen wir erstmal die Zeit ruhig abwarten. Ende diesen Monat fahren 5 Mann von der Komp. in Urlaub und denn Ende Juli wieder 5 Mann.  Diese sind noch die altesten bei der Komp. die schon ein Jahr im Felde sind. Nun den sind noch End August 2 Mann von den alteren übrig und da hoffe ich mitfahren zu können. Na vielleicht ist der krieg auch bisdahin zu End das kann man ja nun garnicht wissen. Got gebe es in seiner Gnade dass es doch bald Schluss wird mit diesen Kämpfen und Ringen um Leben und Tod. Wenn ich an die schweren Kämpfe denken welche wir hier Mitte Mai hatten da haben die Franzosen beim einem Angriff 500 Tote vor unserer Stellung verloren und wie viele verwundete sind nicht zurück  gelaufen. Ja es ist schrecklich mit so einer Mörderei.

Jetzt ist es fast ganz ruhig an der Front. Nur ab und zu fällt ein Artellerieschuss. Ich freue mich bloss, dass ich hier auf der Schreibstube sein kann. Hab jeden Tag mein gutes Essen und jede Nacht meinen ruhigen Schlaff. Jeden zweiten Tag essen wir „Frekadeller“ mit Butter gebraten und wenn das nicht da ist in Schmalz. So, nun zum  Schluss seid Ihr alle recht herzl. Gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder.

Milert

Auf Wiedersehn im September

(Breve i privateje)

9. Juni 1917 – Milert Schulz: “Wir laufen halbnackt herum“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.9.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Deinen lieben Brief wo du und Schwester Mie geschrieben hast liebe Mutter habe ich vorgestern mit vielen Freuden dankend erhalten. Es freut mich natürlich jedes Mal wenn ich von Euch meine Lieben einen Brief habe und ich immer wieder lesen dar, dass es Euch allen noch recht gut trotz dieser schweren Prüfungszeit.

Mir geht es ja auch noch immer recht gut. Nur mein Magen ist in den letzten Tagen nicht ganz in Ordnung gewesen, aber heute ist es schon etwas besser. Na es ist ja auch kaum zum Aushalten in dieser Hitze hier. Ich bin um 8 Uhr aufgestanden und habe soeben meinen Kaffee mit Butter und Käsestullen gleich ans Briefschreibern begeben. Die  Uhr ist jetzt und schon so warm wie bei Euch in der glühende Flammen. Wir laufen halbnackt herum. Den Tag über ist an Arbeiten nicht zu denken, nur morgens in aller frühe und Abends wenn es wieder kühl ist. Mit der Schieserei ist es auch nicht mehr so schlimm. Es ist fast völlig ruhig hier an der Front. Nur die Flieger kommen ab und zu mal rüber gebrummt.

Aber den schlimmsten Krieg haben wir hier mit den Fliegen. Man kann nicht eine Tasse Kaffee trinken ohne dass da ein oder zwei Fliegen drinn sind. Und schmieren wir eine Marmelandenstulle schon ist dieselbe voll Fliegen besetzt. Das schlimste ist aber wenn Sie einem dauernd ins Gesicht herum Kribbeln. Dafür haben wie jetzt von der Millitärbehörde Fliegennetze bekommen. Ähnlich wie die Frauen so ein Netz vor ihren Hüten tragen. Das ist nun ganz praktisch.

Ja so lebt nun hier herum in Mazedonien sitzten dauernd in diesen grossen Bergkessel eingeschlossen und kann bloss einige hundert Meter an den Bergabhang sehen.

Wäre doch bloss dieser ganze Krieg bald vorbei dass wir wieder gesund und glücklich nach Hause kehren dürfen. Gott gebe doch in seiner Gnade, dass es sich bald zum Frieden kehren möge. Aber lasst uns auch nicht verzagen wie lange es auch noch dauern mag denn der Herr ist nache all denen die ihn von Herzen anrufen und er wird uns auch noch durchhelfen. Lasst uns auf ihn unser vertrauen setzen und ihm alleine walten lassen er der Herr wird schon wissen, was für uns das Beste ist (…)

(Breve i privateje)

5. juni 1917 – Mathias Damm: “… om Natten 4 Timer Vagt”

Mathias Damm var landmand i Gøttrup, og var blevet indkaldt i foråret 1915. I sensommeren 1915 deltog han i kampene på østfronten, hvor han blev såret. Efter knap et års lazaretophold kom han til IR129, der i sommeren 1917 lå ved Düna-floden overfor Jacobstadt (i dag Jakabpils, Letland).

den 5 Juni 17.

Kære Moder og Sødskende!
Jeg vil nu skrive eder et par Ord. Postsager har jeg ikke faaet siden Lørdag. Haaber at faa i Aften. Jeg er jo i samme Stilling nu, hvor jeg var i Vinter. Vi vare 9 Mand fra 3 Comp og valgte 5 af II Battallion af den Grund, at det ligger her. Jeg har om Natten 4 Timer Vagt og om Dagen 2 Timer Arbeide og 4 Timer anden Tjeneste, enten Dit eller Dat. Det er ikke saa meget som ved 3. endda det er i Reserve. Og mig kan det være ligemeget, hvilket Comp jeg er ved. Her lærer man ogsaa snart Kameraterne at kjende. Og de Foresatte kunne altid være ligesaa gode som der. Jeg har idag Tjeneste om Efterm. Første No. (af Vagten) arbeider om Form, 2 No. om Efter, hveranden Dag har man første. Jeg sov idag til Kl 11. Kunne i tillade eder det?

Søndag Aften havde vi mægtig Torden og en Skylleregn, saa Vandet strømmede gennem Graven og skyllede store Huller og Render og altsammen landede det her i Lavningen. Vi maatte til at lave Dæmning foran Døren, thi det kom ind af Døren, ligesaa ved de andre Understande. Igaar havde vi saa Beskæftigelse med at skovle Sandet ud af alle Gravene, thi de vare sommesteder halv fyldte, og oppe paa Bjærget var det omvendt. Igaar regnede det ogsaa, dog mere fornuftig. Nu vil jeg skrive mere i Aften, naar Posten er fordelt.

Fra eder fik jeg saa intet, men forhaabentlig desto mere imorgen. Det er fint Veir idag. Jeg skal nu paa Post. Jeg fik Kort fra Onkel Nis. Han havde været paa Orlov. Og var nu kommen hen hvor der var tyndere Luft. Nu vil jeg slutte med mange

Hilsner til eder alle eders Søn og Broder
Mathias.

(Renskrift af Allan Damm, Museum Sønderjylland – Museet på Sønderborg Slot, N.12.113)

 

3. Juni 1917 Milert Schulz: “ Wie [ich] aber aus alles ersehe geht es Euch ja noch immer recht gut zu hause“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.3.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Besten Dank für erhaltene Postsachen. Es [hat] mich sehr gefreut in der letzten Zeit recht oft von Euch gehört zu haben[,] meine Lieben. Wie [ich] aber aus alles ersehe[,] geht es Euch ja noch immer recht gut zu hause. Hier ist es auch noch alles beim alten. Bin noch immer Gott sei Lob und Dank gesund und munter und habe es auch noch immer recht gut hier in Mazedonien.

Es ist hier jetzt kolossal heiss. In den Mittagsstunden kaum zum aushalten. Es ist ungefähr eine Hitze von 55-60 grad. Also könnt Ihr Euch wohl ungefähr vorstellen[,] was wir in einer solchen Hitze auszustehen haben. Wir[,] die wir bei der Gefechtsbagage sind[,] können es ja immer noch besser aushalten wie die welche vorne im Schützengraben sein müssen. Wir haben vergangene Woche fast jeden Tag Gewitter gehabt mitunter sogar sehr stark. Und mit dem Gewitter kommt natürlich den auch ein starker Regen. Nun könnt Ihr Euch ja vorstellen wie es ist in einen blosen Zelt zu wohnen[,] wenn ein so starker Gewitterregen fällt. Aber geht noch alles wenn es ja mitunterunter [sic!] tut[,] wenn es nicht genügend Ablauf hat.

Heute kam ein Nordschleswiger nach hier der auf Urlaub gewesen ist. Ich habe ja natürlich auch mit ihm gesprochen. Nach seinem Erzählen ist es ja furchtbar trocken zu Hause und der Roggen ist auch noch kurz und grün. Hier fangen die Leute schon an den Roggen zu mähen. Das ganzen Korn ist bald reif hier. Ja meine Lieben hoffentlich dauert es noch nicht allzu lange mehr eher wir uns wieder treffen können. Wenn mein Feldwebel wieder vom Urlaub kommt[,] will ich mal mit ihm sprechen ob ich vielleicht im August oder September fahren kann. Oder der langersehnte Friede kommt bald. Gott gebe, dass es doch dieses Jahr endlich zum Schluss kommen lassen möge.

Diese Tage ist es hier ziemlich ruhig gewesen, aber wie ein französischer Gefangener ausgesagt hat, werden sie hier noch einen Angriff versuchen[,] aber bei uns kommt er doch nicht durch. Hatte vorgestern einen Brief von Bruder Matthias. Er hat jetzt aber schon genug von[]dem Soldat sein. Ja ich währe auch froh wenn [ich] hätte zu hause sein können, aber so Gott will[,] hoffe ich doch einst gesund und glücklich wieder in die geliebte Heimat kehren zu können.

Sonst wüsste ich für diesmal nicht viel neues erzählen zu können. Meine Mazedonischen Ansichten habt Ihr doch bekommen. Nun seid Ihr alle recht herzl. Gegrüsst und auf ein frohes Wiedersehn hoffend verbleibe ich Euer gegebener Sohn und Bruder.

Milert

(Breve i privateje)

27. Maj 1917 Milert Schulz: Die Waffeln waren total vermuggelt

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.27.5.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Zuerst meinen besten Dank für die 2 erhaltene Pakete. Eing mit Wurst und Keks und das Andere mit “Pladekage“ und Waffeln. Leider musste ich aber die Waffeln fortwerfen, da sie durch die Marmelade feucht geworden waren und total vermuggelt.

Dass ich dieselben nicht geniessen konnte. Die Wurst hat mich tadellos geschmeckt liebe Mutter und ist auch längst im Magen. Dann habe ich heute eine Karte vom 20.5. und einen Brief von Papps vom 21.5. dankend erhalten. Hat mich sehr gefreut wieder etwas neues von der lieben Heimat zu hören, dass Ihr noch alle gesund und wohlauf sind was ich bis jetzt auch von mir Mitteilen kann. Habe es noch immer recht gut hier. In diesen Tagen ist es auch ziemlich Runhig hier an der Front. Nur die Artillerie schiesst mitunter ist aber weiter nicht schlimm. Heute hat mein Feldwebel das eiserne Kreuz 1. Klasse wirklich auch verdient. Das ist der mit den 3 Winkel auf dem linken Arm wo ich mit auf den Bilder bin. Bis jetzt haben wir hier in fernen Süden jeden Tag eine furchtbare Wärme gehabt.

Aber heute am ersten Pfingsttag ist grade ein Gewitter aufgekommen und den genzen Tag Regen mit sich gebracht. Nun könnt Ihr Euch denken was dass heisst hier im Felde im Regenwetter in ein Zelt zu wohnen. Die Zelte sin nicht dicht und sobald es anfängt zu regnen schon tröpfelt es auch durch. Aber man hält es immer noch aus weis man eben nichts anderes hat. Diese Woche wird mein Feldwebel wohl auf Urlaub fahren auf einen Monat und muss ich denn die ganzen schriftlichen Arbeiten machen, aber ich bin ja nun auch so ziemlich eingelebt. Heute haben wir etwas Liebesgaben bekommen an Keks, Cigaretten, Cigarren.  

I paar Spiele und sonst noch viele Sachen. Also hat Hans Asmussen ja das Eiserne II Klasse bekommen. Na ich hoffe es auch noch mit der Zeit zu bekommen.  Na und wenn ich es auch nicht bekomme macht es auch nichts. Gott gebe, dass dieser Krieg doch bald ein Ende nehmen möge, dass wir einst wieder gesund und glücklich in der lieben Heimat treffen mögen. Ich glaube auch es wird nicht lange mehr dauern. Mit dem Urlaub ist es nicht so einfach aber wir wollen mal abwarten, bis September noch ruhig warten. Eher wird es wohl nicht denn erst muss man ein Jahr im Felde gewesen sein. Sonst wüsste ich hier diesmal nicht mehr. Also das Pfingswetter ist hier schlecht (…).

Milert

(Brev i privateje)

20. Maj 1917 Milert Schulz: “ Nur dieses fürchterliche Hitze kann ich nicht gut vertragen“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.20.5.17

Mein liebes mütterlein!

Heute an einem heisen Sonntagnachmittag werde ich dir doch ein paar Zeilen schreiben. Vielen dank für die gestern erhaltenen Briefe von dir und Pappa. Hat mich sehr gefreut mal wieder etwas neues von der lieben Heimat zu hören. Mir geht es ja noch immer recht gut und hoffe ich auch desgleichen bei eintreffen dieses Briefes bei Euch. Bin Gott sei Dank gesund und munter. Nur dieses fürchterliche Hitze kann ich nicht gut vertragen.

Schwitze de lieben ganzen Tag. Und nachts ist es denn wiederum sehr kalt. Merkwürdiges Klima hier. Wie Ihr wohl in den Zeitungen von vergangene Woche gelesen habt haben wir hier shcwere Kampftage gehabt. Wir liegen nämlich im Cerna Bogen bei Makovo wo der Feind 8 Tagelang dauernd getrommelt hat. So ein Getöse hab ich noch nie gehört. Ganz fürchterlich war es. Und denn hat er auch noch ein paarmal angegriffen, aber jedes Mal blutig zurück geschlagen worden.

Jetzt fangen die Schlagen hier ihr Lesen und treiben an. Gestern haben wir vor unserem Zelt eine Schlagen von 1 m. lane gefangen. Ebenfalle die Schildkröten. Wenn ich gelegentlich eine kleine fange werde ich Euch das gehäuse davon nach Hause schicken.

Jetzt macht Ihr wohl so richtig spaziergänge zu Hause an den schönen Sonntagen Ja Gott sei Lob und Dank, dass der Krieg nicht in unserm Lande ist. Denn wo Krieg ist wird auch alles über Haufen geschossen.

Bekam gestern einen Brief von Hans Asmussen in welchen er mir schrieb, dass er das Eiserne Kreuze II (2.) Kl. bekommen hat.  

Bruder Mah. ist doch noch nicht eingezogen. Hoffentlich ist der Krieg bald zu Ende, dass er nicht mehr ins Feld braucht, denn zu Hause ist es doch am besten, wie Schlecht es denn auch ist. Habe eben Kaffee getrunken mit  Schmalzstullen. Hat tadellos geschmeckt liebe Mutter. Heute mittag gab es Graupen, aber nicht so gut wie du sie Kochst.

Nun zum Schluss seist du und allen Lieben im Heim recht herzl. Gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert

Auf Wiedersehn im Sommer

(Brev i privateje)

11. Maj 1917 – Milert Schulz: ”Es hörte sich fast so an wie das donnern eines Gewitters”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.11.5.17 (Abends)

Meine lieben Eltern und Geschwister! Gottes Friede zum Gruss! 

Habe Euch heute eine Karte geschrieben, die Ihr hoffentlich schon bekommen habt. Habe dort geschrieben, was ich in diesen Tagen erhalten habe und brauche ich es ja hier im Briefe nicht zu wiederholen. Wir sind nämlich wieder ein paar Tage auf dem Marsche gewesen und erst vor 2-3- Tagen in Ruhe gekommen und hat sich deshalb mein Schreiben um paar Tagen verlängert.

Wo wir jetzt sind geht es ein bischen heiss her. Die Franzossen  versuchen auch hier durchzubrechen aber unsere Infanterie und Artillerie lasst sie so leicht so leicht nicht durch. Die F. sind jedes mal mit blutigen und schweren Verlusten zurückgetrieben worden. Sie haben hier 3 Tage und Nächte getrommelt. Es hörte sich fast so an wie das donnern eines Gewitters. Unheimlich hört das sich an. Unsere Komp. Hat nur einen Toten u. 1 Verwundeten gehabt. Der Tote bekam ein Volltreffer alo eine Granate direkt bei ihm eingeschlagen und schlug den Mann gleich in Fetzen. Gott sei Lob und Dank, dass ich hier hinter der Front sein kann und mich ruhig und frei bewegen kann. Ich lebe ja auch ganz gut hier und braucht Ihr hungern brauche. Vielleicht lebe ich noch besser wie Ihr meine Lieben was die Nahrung anbetrifft. Wie bekommen nämlich alle 2 Tage Brot 3 Eier und denn was es sonst noch gibt an Schmalz. Schinken oder eingemachtes Rindfleisch. Das Mittagessen ist auch ganz gut. Heute bekamen wir Graupen. Mitunter gibt es denn Reiss oder Nudel oder was es sonst noch für Militärkost gibt, und meistens mit Hammelfleisch.

Also wenn man hier wohnte gäbe es Wolle genug liebe Mutter. Hier haben wir jetzt eine kollasale Hitze. Die Sonne steht bald senkrecht über uns.  Mittag ist es ungefähr 50 Grad. Sonst bin ich noch immer Gott sei dank gesund und wohlauf.

Viele herzl. Grüsse u. Küsse an Euch allen meine Lieben von mir Euer Sohn und Bruder Milert.

(Brev i privateje)

3. maj 1917 – Milert Schulz: “Es wird jetzt hier Kollosal warm”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien, hvor han i slutningen af marts 1917 blev kompagniskriver.

Im Felde, den 21.4.17

Meine lieben Eltern u. Geschw.! Gotte Friede zum Gruss. Zuerst danke ich Euch für erhaltenes Paket mit Fusslappen und Semmel. Habe die Semmel gleich zu Kaffe aufgegessen. Dieselben waren schon etwas muggelich. Schad aber nichts. Ebenfalls habe ich ein Paket erhalten mit Schmalz und Gebäck.

d. 3.5.17.
Also den angefangenen Brief werde ich jetzt vollenden. Ich habe ja wehrend der Zeit noch verschiedene andre Pakete dankend erhalten[,] aber was alles drin gewesen ist[,]
weis ich nicht mehr. Eins war ein Stückschen geräucherten Schinken, und “Boller”[,] leider sind dieselben schon muggelich eher die hier ankommen. In eins war Pladekage.

Denn habe ich vorgestern deinen lieben Brief vom 15/4 dankend erhalten liebe Mutter. Mir geht es ja noch immer recht gut hier und bin Gott sei dank gesund und munter und hoffe auch dasgleichen von Euch allen.

Es wird jetzt hier Kollosal warm. Es ist kaum, zum Aushalten. So fern man ein paar Schritte geht fängt man gleich an zu schwitzen. Und die Hitze kann ich nicht gut vertragen. Ich habe es eben so wie du liebe Mutter[,] wenn du im Hochsommer an der Küche stehst dann[,] fängst du auch gleich an zu schwizen. Jetzt steht die Sonne fast direct über uns. Also könnt Ihr Euch die Hitze vorstellen. Aber lass erst Juni Juli werden. Wen wir bloss nicht Malaria bekommen dann geht es ja noch.

Hier an der Front ist es sonst ziemlich ruhig. Aber in Frankreich geht es jetzt ein bischen doll her. Hatte vor kurzem auch einen Brief von Hans Asmussen. Unser Regiment ist jetzt in Ruhe. Nur müssen die jeden Tag ezerzieren. Ich brauche ja nicht zu machen, weil ich Schreiber bin.

Sende Euch heute wieder ein kleines Andenken nach Hause. Könnt Ihr mich finden? Das Bild ist nicht so gut gelungen aber erkennen kann man es doch. Da sind wir grade auf dem Marsch gewesen. Alle die Andern sind meistens Fahrer. (Kutscher). Da haben wir grade 6 Stunden Rast gemacht[,]  da wir Abends um 7 Uhr weiter marschieren sollten und sind wir denn die ganze Nacht im Regen bis morgens um 4 Uhr marschiert. Es war nämlich sehr gefährlich da zu fahren[,] weil der Franzmann dort mit der Artellerie hinschiessen konnte[,] wo der Weg führte.

Zum Schluss seid Ihr denn recht herzl. gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert.

Ist mein Paketchen angekommen?

(Brev i privateje)

29. april 1917 – Thomas Thomsen: “… über das Wetter kann ich doch schreiben”

Thomas Thomsen fra Roost ved Arrild blev indkaldt i september 1915 og kom efter sin uddannelse til Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 222, der i foråret 1917 befandt sig i Galizien.

Galizien 29/4 1917.

Liebe Kristian Pedersen!
Jetzt muß ich dir doch mit aller Gewalt schreiben und mein herzlichster Glückwünsch zu deiner Verlobung mit Asta Brommer. Du kannst glauben ich habe große Augen gemacht, als ich das in Hejmdal gelesen habe, das hätte ich doch nicht geglaubt.

Auch meine besten Dank für alle deine Briefen die ich mit Freude erhalten habe. Ich hätte dich ja sonst viel früher schreiben müßen, aber ich kann dir nicht direcht von hier aus schreiben, ich muß es erst nach Hause schreiben und dann müßen die es weiter transportieren.

Ich habe es sonst ganz gut, aber das gefällt mir doch alles nicht. Das war viel besser in den alten Tagen als man so frei weck über die Grenze verkehren konnte. Jetzt ist man so gebunden[.]
Ich darf ja nicht viel schreiben aber ein bischen über das Wetter kann ich doch schreiben[.] Frühling haben wir schon lange gehabt und jetzt haben wir wieder Winter[.] die Nacht hat es wieder geschneit und ist eine Hundekälte das ist ganz schräcklich[.] Hoffentlich giebt es bald Friede das ich dir wieder besuchen kann.

Die freundlichster Grüße sendet euch allen
dein
Thomas Thomsen

(Kåre Pedersens Samling)

28. april 1917 – Milert Schulz: “… einen Berg gestürmt”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien, hvor han i slutningen af marts 1917 blev kompagniskriver.

Geschr. den 28/4 17.

Meine lieben Eltern und Geschwister!Gottes Friede zum Gruss! Habe nun in langer Zeit nicht an Euch geschrieben. Wir [sind] nämlich wieder3-4 Tage auf den Marsch gewesen und erst vor ein paar Tagen wieder an Ort und Stelle angelangt. Hatte schon in dem andern Dorfe wo wir waren[,] einen Brief angefangen und war grade mit der Hälfte fertig[,] als plötzlichder Befehl kam, wir sollten noch am selben Abend abrücken und schnell anspacken rann gehen.

Der Brief liegt in meinen Tornister noch halbfertig geschrieben. Ich habe dort nämlich drinn geschrieben was ich dort an Pakete erhalten habe und werde ich es in diesen Briefe nicht wiederschreiben, da heute die Post wiederzum ersten mal wieder abgeht[,] und will ich Euch bloss flüchtig ein paarZeilen noch mitschreiben. Der andre Brief folgt den nach.

Mir geht es ja noch immer recht gut hier auf der Schreibstube und bin Gotte sei dank gesund und wohl und hoffe ich dasgleichen von Euch meinen Lieben. Habt Ihr mein Bild erhalten? Dann könnt Ihr ja doch wenigstens sehen wie ich so ungefähr aussehe hier im Felde.

Sonst ist ja hier noch alles beim alten. Ein Toter und ein Verwundeter haben wir bei der Komp. so lange ich hier bin gehabt. Wo wir letzt waren ist es ein bischen dolger gegangen sonst aber noch gut abgelaufen. Wir haben dort nämlich einen Berg gestürmt und gewonnen un[d] da haben wir auch die beiden Verluste gehabt.

Hier hat es in 8 Tagen in einer Tour geregnet. Heute haben wir nun wieder Sonnenschein. Ja ein merkwürdiges Klima hier unten. Schnee haben wir auch vor ein paar Tagen gehabt so dass es ganz kalt war.

Soeben kam die Post an, aber für mich war leider nichts dabei. Hoffentlich nächstes Mal. Habe heute 45,- Mark nach Hause geschickt. Habt Ihr die 15 Mark noch nicht erhalten? Na hoffentlich kommen diese gut an. Der Cigarettenhandel geht ganz gut hier.

Nun viele herzl. Grüsse und Küsse an Euch allen meine Lieben und in der Hoffnung[,] das wir uns bald wiedersehnvon mir Euer Sohn und Bruder

Milert.

Hoffentlich kommt bald ein Paketchen mit, ”Beggenödder”??das schmeckt nämlich ganz gut. Fettigkeiten verderbenbloss eher es hier ankommt.

(Brev i privateje)

17. april 1917 – Milert Schulz: “Einen abgestutzten Schnurbart”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien, hvor han i slutningen af marts 1917 blev kompagniskriver.

Im Felde, den 17.4.17.

Meine lieben Eltern und Geschwister.
Da ich heute wieder mal Zeit habe, will ich Euch doch ein paar Zeilen schreiben. Ich danke Euch herzl. für die vielen Pakete die ich in letzter Zeit empfangen habe. Was da alles drin gewesen ist[,] kann ich Euch nicht mehr schreiben[,] da ich selbiges schon aufgegessen habe. Das letzte war aber mit Schmalz, Wurst und Zwieback. Ich glaube kaum, dass da ein Paketchen verloren gegangen ist. Eure Briefe erhalte ich ja auch ständig.

Der letzte Brief war von dir liebe Mutter vom 6.4.17. Wie ich daraus ersehe[,] freut es mich sehr, dass es Euch allen im lieben Heim noch Gesundheitlich gut geht. Dasselbe kann ich auch von mir mitteilen. Habe bis jetzt noch keine Not gelitten hier im Felde und hoffe ich auch[,] dass ich einst gesund und wohlerhalten wieder zurückkehren darf. Der Herr gebe dass wir doch bald den langersehnten Frieden wieder bekommen.

Ich sehne mich danach Euch allen Lieben mal wieder zu sehen und sprechen. Nun habe ich Euch beinahe in 1½ Jahren nicht gesehen. Da hat sich ja auch verschiedenes in der Heimat geändert. Ja sogar meine jüngste Schwester Annÿ kenne ich nicht einmal. Bruder Oskar habe ich ja doch als klein gesehen[,] aber der ist ja jetzt auch grossgeworden. Wenn ich einst nach Hause kommen sollte],] kenne die beiden Jüngsten mich ja garnicht und ich die auch nicht[,] dann wird kleine Annÿ wohl laufen und sprechen können. Habt Ihr denn nicht eine Photographie von den beiden?

Ich sende Euch nun heute ein Bild von mir und meinem Feldwebel. Hoffentlich wird es Euch freuen. Nun könnt Ihr ja doch sehen wie ich ungefähr aussehe. Einen abgestutzten Schnurbart habe ich auch bekommen. (Schon in Lyck) Was Ihr wohl auch nicht wisst. Das Bild ist grade nicht so gut geworden, aber erkenne kann man es doch. Heute werde ich mich wieder abnehmen lassen mite in paar Kameraden zusammen.

Habe schon verschiedene Kameraden von anderen Komp. geschprochen welche auch aus Nord Schleswig sind. Hier beim Regiment sind überhaupt viele Schleswig-Holsteiner.

Die Hitze hat hier auch schon gut angefangen. Alles ist schon grün. Es ist jetzt beinahe zu warm. Heute ist es nun grade nicht so schönes Wetter, es ist so stürmisch. Nun zum Schluss recht viele herzl. Grüsse und Küssen an Euch allen meinen Lieben und auf ein baldiges frohes Wiedersehen hoffend von mir Euer Sohn und Bruder

Milert.

Die Taschentücher habe ich auch erhalten

(Brev i privateje)

8. april 1917 – Johannes Ankersen: “… vejret var slået om, det ville være forår”

Johannes Ankersen fra Flensborg gjorde som løjtnant tjeneste ved Infanterie-Regiment Nr. 63, der siden årsskiftet 1916-17 havde været indsat på østfronten. I februar og marts havde Ankersen været på minekasterkursus.

Jeg kom efter min tilbagekomst som minekasterofficer til anden bataljons stab, hvilket jeg var glad for, da jeg altid gerne befandt mig ved II/63. I den første tid var der temmelig meget arbejde i at indarbejde det nye våben i bataljonens struktur. Vi modtog 4 minekastere og fra kompagnierne de uddannede underofficerer og menige. Da anden bataljon på det tidspunkt lå i hvile, kunne jeg selv øve med minekasterne og eksercerer mandskabet. Det var ikke nogen udelt fornøjelse, for vejret var slået om, det ville være forår.

Det begyndte på en gang. Solen fik dag for dag mere magt og sneen blev stadig blødere og vådere. Så dannede der sig små vandløb, kanaler og søer indtil alt var i opløsning. Da løb små fløder henover de tidligere veje, vand overalt, rislende, brusende vand, det var farligt at følge ukendte veje, da man ikke vidste, hvor de førte hen.

I den våde sne sank man nu i til knæet. Der var alt for meget, det kunne ikke forsvinde fra den ene dage til den næste, selvom solen gjorde sit bedste for at få det væk, og selvom om tusinde kanaler, bække og småstrømme førte vandet bort. I det fri blev det stadig varmere, solen skinnede dag for dag varmere.

Så kom den tid, hvor sneen var forsvundet og i dens sted den brune jord kom til syne. Nu blev det helt galt med snavset. Det var svært at beslutte om man skulle køre med slæde eller vogn. Til sidst sejrede solen også her, jorden blev fast og tør. Samtidig begyndte også planterne at røre på sig. Næsten over nat skød tusinde små grønne spidser op af jorden, insekter og biller begyndte at sværme, foråret var kommet.

Besynderligt var det dog, at træerne endnu ikke bar løv, men rødderne stak så dybt, at varmen endnu ikke var trængt ned til dem og også kunne vække dem af vintersøvnen. Meget senere gjorde det et besynderligt indtryk at se hvordan, når en skyttegrav skulle grave, folkene i skjorteærmer med sveden løbende ned af deres ansigter med deres spidshakker stod i frosen jord til livet. Men herligt er det, det russiske forår, livsvækkerens, solens, pludselige, enorme sejr over vinteren.

(Erindringer i Arkivet ved Dansk Centralbibliotek, oversat fra tysk)

6. april 1917 – Lorens Jepsen: “fem dansktalende Kamerater”

Landmand Lorens Jepsen fra Valsbøl blev taget til fange på vestfronten sidst i marts 1917. Den første tid af fangenskabet befandt han sig i en britisk fangelejr i Frankrig.

Langfredag 1917

Kære Anne!
Ja kære, denne den helligste Dag i hele Aaret blev denne Gang til en Arbejdsdag for mig. Det er jo ikke som at fejre disse høje Festdage der hjemme. Men alligevel kan Du tro, at jeg takker Gud, at jeg kan være her, sund og rask.

Jeg tænker paa hvorledes I mon forlever Paasken, I svæver endnu i Uvished om min Skæbne, thi endnu har mit Brev vel ikke naaet Dig for at oplyse Dig om, at den savnede er i god Behold. Jeg har arbejdet her paa Vejen i Dag, og om end dette ikke falder netop i min Smag, saa trøster jeg mig med, at et Gensyn nu er mig mere sikkert, og Freden kommer vel en Gang. Blot jeg nu atter havde Efterretning hjemme fra, men der faar jeg vist Lov at vente længe.

Har her fem dansktalende Kamerater, hvilket glæder mig meget. Kan ogsaa laane danske Bøger her, kun Skade, at jeg ikke ogsaa kan købe et dansk Brød. Havde Kulde og Regn her hele Marts, nu bedres Vejret. Haaber I har det godt.

Hjertelig Hilsen Lorens.

(Arkivet ved Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig)

3. april 1915 – Milert Schulz: “Die Bevölkerung ist hier auch viel netter”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien, hvor han i slutningen af marts 1917 blev kompagniskriver.

Im Felde den 3.4..17

Meine lieben Eltern und Geschwister!
Besten Dank für erhaltenes Paket mit Kuchen und Torte, aber von wann dasselbe ist weis ich nicht. Ebenfalls für das Schreibpapier von Thilde und Onkel Anton. Briefe habe ich nun in 14 Tage nicht gehabt, aber der Grund ist nicht Euch zu beschuldigen sondern das liegt an diesem Marsch den wir gemacht haben. Aber in 4-5 Tagen kommt da
4 Wagen voll zum Regiment. Aber das ist ja noch lange nicht alles[,] denn Post liegt da in der Etappe für mindestens 15 Wagen. Das wird ja auch so allmählig geholt. Hoffentlich bekomme ich denn einen ordentlichen Schwung Briefe und Pakete.

Ihr habt ja nun wohl auch in langer Zeit keine Post von mir gehabt? Aber deshalb beunruhigt Euch nicht. Ich habe Euch ja schon einmal auseinanderge setzt mit welchen Schwierigkeiten das Transportieren verbunden ist. 10 Tage sind wir auf den Marsch gewesen und erst vor ein paar Tagen an Ort und Stelle gekommen. Wir liegen jetzt westlich von Monastier dicht an Albanien.

Ich habe ja so richtig Glück gehabt dass ich Kompagnie-Schreiber geworden bin. Einen tadellosen Posten. Ganz hinten in aller Ruhe. Brauche nicht vorne im Schützengraben zu sein, also auch nicht so vielen gefahren ausgesetzt. Wir haben hier ein schönes Quartier.

Nun fängt man erst rigtig an die Hitze zu spüren. Wenn man Mittags in der Sonne Sitzt ist es kaum auszuhalten. Sonst Ist es ja ganz schön hier. Die Obstbäume stehen schon in voller Blüte. Herlich anzusehen. Die Bevölkerung ist hier auch viel netter als dort wo wir waren. Die Machen und tun alles für uns. Sonst ist da ja nicht viel neues zu erzählen. Ich habe es ja tadellos und bin noch immer Gott sei Dank gesund und munter, und hoffe ich auch dasselbe von Euch meine Lieben.

Wünsche Euch auch noch nachträglich ein von Gott reich gesegnetes Osterfest. Ich kann ja leider nicht zu Hause sein, aber hier können wir ja auch Ostern feiern. (Jedoch ohne Eier.) Aber das ist ja auch nicht die Hauptsache des Festes. Hoffentlich können wir nächstes Jahr Ostern zusammen feiern. Gott gebe das der Krieg bald ein Ende nehmen. Nun zum Schluss seid Ihr alle recht herzl. gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert.

Auf Wiedersehn!

Die erste Seite habe ich etwas schön geschrieben[,] aber das letzte ist nicht so gut[,] da ich mich beeilen musste.

(Brev i privateje)

23. marts 1917 – Milert Schulz: “… Kugeln pfeifen ja hier auch”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Geschrieben d. 23/3 1.

Meine lieben Eltern u. Geschw.!
Gottes Friede zum Gruss! Zuerst meinen besten Dank für erhaltene Briefe vom 12 u. 14. und Karte vom 14/3 liebe Eltern.

Entschuldige, dass ich nicht früher geschrieben habe. Wir sind nämlich auf dem Marsch nach anders wo. Von Besista sind wir am 20/3 abmarschiert und liegen nun erst noch auf halben Wege im Biwak unter Zelte und habe Euch deshalb nicht schreiben können. Wo wir hin kommen weis ich selber nicht. Aber wie Ihr ja wisst ist es hier auf dem Balkan ja nicht so gefährlich als auf den andern Kriegs schauplätzen[,] aber Kugeln pfeifen ja hier auch.

Mir geht es ja noch immer Gott sei Dank gut bin gesund und wohl. Von Schwester Mie habe ich auch Brief gehabt worin sie mir geschrieben hat, dass sie ihr Herz dem lieben Herrn und Heiland auch gegeben hat. Ja dass ist etwas herrliches sich in Gottes Hand geborgen zu wissen. Der Herr gebe, dass wir alle seine treuen Nachfolger werden und einst bei ihm in ewiger Herrlichkeit sammeln.

Du schreibst wegen Urlaub liebe Mutter. Ja da muss ich die leider mitteilen, dass die jenigen nur auf Urlaub fahren können, welche schon ein Jahr hier im Felde gewesen sind. Natürlich gibt es ja auch ausnahmen z.B. bei Todesfällen oder sonst irgend ähnliches. Na hoffenlich ist der Krieg bald zu Ende[,] dann bekommen wir einen grossen Urlaub.

Aber klagen könne wir ja auch nicht hier draussen[,] wiewohl wir vieles entbehren müssen, aber wir haben immer genug zu essen und trinken. Wie ich Euch schon mal geschrieben habe, wir leben viel besser wie manche Städter. Wir haben genug zu schmieren aber bloss keine Butter.

Und mit diesen Strafen lieber Vater, da brauchst du für michkeine Angst zu haben[,] ich werde mir schon keine Strafen zuziehen dazu habe ich zuviel Ehre im Leibe.

Hier ist es in der letzten Zeit ziemlich warm gewesen und könnt Ihr Euch wohl das mar schieren in solcher Hitze vorstellen. Vielleicht kannst du mir ein paar Strümpfe oder Fusslappen schicken liebe Mutter.

Sons für diesmal nichts mehr. Viele herzl. Grüsse und Küsse und auf ein frohes Wiedersehn hoffend von mir Euer Sohn und Bruder Milert.

Die Sachen habe ich noch nicht abgeschickt.

(Brev i privateje)

11. marts 1917 – Milert Schulz: “Jetzt haben wir alle Gasmasken bekommen”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d. 11/3 17.

Meine lieben Eltern u. Geschw.!
Eure Briefe vom 23 und 27/2 habe ich gestern mit Freuden dankend
erhalten. Wie ich daraus ersehe hört Ihr so selten von mir. Ja liebe Eltern dass liegt nicht an mir sondern an die Postbeförderungs schwierigkeiten hier auf dem Balkan. Ich schreibe fast jeden 2 Tag nach Hause liebe Eltern. Aber es ist ja auch ein gefärliches Ende von hier nach Hause.

Ihr schreibt auch wegen Pakete ob ich die erhalte. Sobald ich ein Paket bekomme schreibe ich dass auch an Euch. Soweit ich weiss habe ich bis Nummer 13 alle erhalten. Gewiss bekomme ich die Pakete alle. Aber das her an schaffen von der Bahn nach hier nimmt so viel Zeit in anspruch. Wier liegen über 100 klm. von der Bahn weg und denn die Wege hier im Gebirge. Die haben wir erst richtig ausbauen müssen.

Und wo wir sind habe ich Euch doch auch oft geschrieben nämlich im Süden Serbiens. Wir liegen ungefehr in der Mitte von Monastier und Saloniki. Näheres darf ich Euch nicht schreiben über diese Sache da solches verboten ist.

Die adresse veränderung hat nichts zu bedeuten liebe Mutter. Dass ist so über alle Truppen im Osten, Westen und Süden.Hans Asmussens Adr. ist ja die selbe Art wie meine. Es darf nur auf der Adr. Regiment Batallion und Compagnie stehen.

Wir haben jetzt hier eine ganz merkwürdige Witterung. Ein Tag regnet es, ein Tag Hagelt es, ein Tag schneit un friert es und ein Tag kann es das schönste Sonnenwetter sein wie es heute z.B. ist. Gestern hat es gehagelt und geregnet. Die Nacht gefroren und heute Sonnenschein.

Jetzt haben wir alle Gasmasken bekommen wie Ihr wohl auf Bilder gesehen habt. Die Feinde schiessen nämlich mit Gasgranaten, und wenn man Keine Gasmaske hat ist man verloren. Sonst bin ich ja noch immer Gott sei Dank gesund und wohl und habe es noch recht gut. Wir leben ja besser wie manch einer zu Hause besonders wie die Grossstädter.

Wir kommen doch jeden Tag werden [?], aber dafür muss man ja auch viele Entbehrungen und Gefahren ausstehen. Bis hierher hat der Herr mich noch gnädiglich behütet und er wird auch in Zukunft seine beschützende Hand über mich halten. In der Hoffnung auf ein baldiges frohes Wiedersehen schliesse ich mit vielen herzl. Grüssen und Küssen an Euch allen meine Lieben Euer Sohn und Bruder
Milert.

(Brev i privateje)

3. marts 1917 – Milert Schulz: “…befördert til Gefreiter”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Skreven d. 3/3 17.

Mine kjære Forældre og Sösk.
Guds Fred til Hilsen. Mange tak for pakken No. 13. med Kage som jeg for et par dage har med Glæde modtaget. Ligeledes Faders Brev med Sædekornet. Mig gaar det jo endnu rigtig godt. Vi er jo endnu i Reserve. Den 6. skal vi foran igjen.

Kan meddele Eder at jeg i dag er bleven befördert til Gefreiter med 2 andre Kammerater. denne Gefr. Titel ligger jo i Familien Onkel Anton Gefr. og Babba og nu ogsaa jeg. Herren Æren derfor.

I forgaars havde vi her et forfærdelig Sneevejer. Nu er det igjen tø. Ellers er der ikke megen Nÿt at skrive.

I Haab om at I har det alle godt slutter jeg med mange kjærlige Hilsener og paa snarlig Gjensÿn Eders Sön og Broder
Milert

(Brev i privateje)

14. februar 1917 – Milert Schulz: “Af og til falder der et Skud”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d. 14/2, 1[7].

Min kjære Fader!
Allerförst önsker jeg dig Herrens rige Velsignelse til din Födselsdag. Gud skee Lov og Tak for all den Godhed han har bevist imod dig i det henrundne Aar. Herren give at Du endnu maatte fejre denne Dag med os sammen i mange Aar. Jeg önsker dig alt godt min kjære Fader i det nye Aar. Jeg vilde jo nok havde veret hjemme den 18. Febr. for da giver det jo vist et godt Koppe Kaffe og Moder har vel ogsaa en fin Kage bagt. Men der er [ikke] noget at gjöre[,] man kommer jo til at holde ud til man engang kommer hjem og ud af dette Levnet her. Herren give dog at denn Krig snart maatte faa en Ende.

Vi ligger jo og kemper sammen med Bulgarer. Di stakkels Soldater er sommend ogsaa satt af det heele. Di förer jo Krieg siden 1912.

Lige fortiden ligger vi oppe paa et meget hoit Bjerg. Det ta’r snart en halv Timer inden man kommer op. Vor Unterstandt bestor af en Revehule[,] som ligger under en 15 meter hoj Klippe oppe i Spidsen af Bjerget. Det koster megen Arbejde og Anstrengelse at komme frem i disse Bjerge.

Havde jeg havt min Fotograpferapparat her[,] havde jeg kundet sende Eder mange smukke Billeder her fra Mazedonien.

Igaar modtog jeg Eders brev fra den 1. Febr. med Tak. Har oqsaa for et paar Dage modtaget (Komÿne)pakken fra Presten[,] som jeg idag vil takke ham for. Har i denne Tid Nellfeber[,] som jeg jo ogsaa har havt saa tidt hjemme. Ellers er jeg jo endnu Gud skee Tak sund og rask.

Det at I ikke har hört i 2 Uger fra mig[,] kom deraf[,] at der har veret Postspering hernede fra. Vi ligger jo endnu paa et Sted.

I denne Tid er det temmelig kold hernede. Sidste Nat har det frÿset megtig og idag ingen Solskin, det er man slett ikke vant til. Men nu vi har jo nok at brende af ad di itu skutte Huser. Franskmanden skyder ikke meget her. Af og til falder der et Skud.

Ellers er der jo ikke meget Nyt at fortelle. Haaber at I endnu er alle ved god Sundhed derhjemme. Herren giver os det Nödvendige[,] at vi ikke tör lide Nöd i denne elendiqe Tid. Nu er det et Aar siden jeg har veret hjemme sidst. Og hvem ved hvor[]lenge det vil vare endnu. Gid det snart var Fred.

Nu til Slut vere du hjerteligst Hilset kjere Fader oq Guds Fred vere med os alle indtil evig tid fra din el[d]ste Sön
Milert.

Ogsaa mange Hilsener til Onkel og Tante og Broder Dres. Han (har) det jo ogsaa godt der oppe i Swejlund. Paa snarlig Gjensyn hjemme i Hellevad.

(Brev i privateje)

10. februar 1917 – Milert Schulz: “Die gamle Budskab”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde den 10/. Febr. 1917.

Meine lieben Eltern u. Geschw.!
Für erhaltenen Brief vom 24/1. meinen besten dank liebe Mutter[,] sowie die gamle Budskab und eine Karte vom 22/1 von Vater. Ich möchte Euch bitten liebe Eltern mir det gamle Budskab schicken so oft Ihr’s bekommt. Es immer eine Auffrischung der Seele wenn ich das kleine Blatt vor Augen habe.

Ich bin ja jetzt wieder vorne, liege jedoch hinten beim Compagnieführer. Der Franzmann schiesst fast garnicht. Jetzt haben wir hier ziemlich starken Winter. Es ist in den letzten Tagen sehr viel Schnee gefallen. Aber wir haben ja genug zu feuern von dem Holz der zusammen geschossenen Häuser.

Hatte auch gestern einen Brief von Schwester Mie. Oer Herr gebe ihr Friede im Herzen durch seinen heiligen Geist. Sonst viele herzl. Grüsse und Gottes Friede sei mit uns allen Euer Sohn und
Bruder Milert.

(Brev i privateje)

6. februar 1917 – Avisen Hejmdal: “Fra Provinzen … Frosten har ogsaa sine gode sider”

Avisen Hejmdal udkom i Aabenraa.

Ingen anbefalede Pakker.
Postvæsenet meddeler os: Fra den 7. d.M. af vil der af Posten paa Grund af Driftsvanskeligheder indtil videre ikke blive taget imod privat anbefalede Pakker.

Rugeæg.
Handelen med Rugeæg er ifølge en Bekendtgørelse i ”Amtsblatt” tilladt for Gaaseæg fra 20. Januar, for andre Æg fra 10. Februar af under følgende Betingelser:

Æggene maa kun sendes af Fjerkræholdere direkte til Fjerkræholdere, og der maa kun sendes Æg af Afsenderens Fjerkræ. Hvem der sælger Hønseæg til Rugeformaal, skal skrive op: Køberens Navn og Bopæl, Antallet af Æg, og hvad Slags de var, samt Forsendelsesdagen. Paa Forlangende skal det forelægges Kommunalforbundene.

Æg, der er solgt som Rugeæg, maa kun bruges dertil. Rugeæg-Sendinger maa tydeligt kendetegnes som saadanne. Overtrædelser straffes.

Standset Dampskibsfart.
Paa Grund af Isen er Damskibsforbindelsen mellem Aabenraa og Sønderborg foreløbig standset. Dermed er ogsaa al Fragtforsendelse ad den Vej standset.

I Vandet.
Da en Dreng i Forgaars løb paa Skøjter paa Aabenraa Fjord, brast han gennem Isen. Nogle andre Drenge fik ham heldigvis op paa det Tørre igen og bragte ham ind til Gæstgiveriet Sølyst, hvor han snart kom til Kræfter igen.

To mindre Børn, en Dreng og en Pige, vilde i Forgaars, da de skulde hente Mælk, gaa over Bryggeridammen i Aabenraa. De lagde imidlertid ikke Mærke til, at der var blevet iset og gik derfor i Vandet. Heldigvis var det ikke dybere, end at de kunne bunde, og de slap saaledes med et koldt Bad.

Dræbt af Tog (S.Zeit.)
Ved Rangeringen i Hovslund blev forleden en Straffefange fra Bajstrup grebet af Toget, hvorved han fik saa slemme Brystkvæstelser, at han kort efter døde.

Hussalg
Et Hus i Broager, der tidligere har tilhørt Maler og Fotograf Lerche, og som i de senere Aar har været beboet af Kaptajn Petersen, er af Byens Sparekasse blevet solgt til Glarmester P. Clausen der i Byen for 6800 Mark. Tiltrædelsen sker til 1. April i Aar.

Købt en Gaard (Dv.) Hestehandler Carstensen i Haderslev har købet Enkefru Petersens Gaard i Tagkær ved Tyrstrup for 50,000 Mark uden Besætning.

Grisemarkedet i Haderslev
var ifgl. ”Dv.” i Gaar tilført med 41 Grise og Ungsvin. Grise fra 5-6 Uger kostede 15-18 Mark; fra 7-8 Uger 19-27 Mark; Ungsvin fra 30-60 Pund 28-62 Mark; 100 Pund 115-120 Mark. Handelen var flov.

Optagelsesprøven
paa Skolelæreseminariet og Præparandanstalten i Haderslev afholdes Onsdagen den 11. April 1917. Seminarieforstander Dr. Müller modtager allerede nu Anmeldelser.

Faldne
Krigen har bragt Sorg til Huse i mange Hjem i Skærbæk Sogn; saavidt vides er det indtil 1. Februar i Aar faldet 27. De fleste af de Faldne er fødte og opvoksede i Sognet, og flere af dem var Familiefædre.

Tyveriet i Bredebro Mejeri”
Vestslesvigs Tidende”s Redaktion har modtaget følgende:

Angaaende Tyveriet i Bredebro Mejeri ønsker J. Friis i Sølsted Svar paa sin Meddelse i ”Flensborg Avis”.

At vi straks skulde have meldt Tyveriet kan vi nu godt indse, men dengang haabede vi at faa Sagen opklaret enten paa den ene eller anden Maade.

Straks da vi opdagede at der manglede Penge i Kassen, tænkte vi, om der muligvis var sket en Fejl ved Overførelsen i Bøgerne; da det viste sig, at det ikke var Tilfældet, var Tiden gaaet, og vi blev saa enige om at vente med Meddelelsen om Tyveriet til Tilsynsraadsmødet, og paa det Møde først i Januar blev det vedtaget, at Tyveriet skulde bekendtgøres efter Generalforsamlingen, som vi nu har gjort.

For Tyveri og Ildebrand har Regnskabføreren og Mejeristen intet Ansvar. Paa de andre Spørgsmaal kan vistnok kun en Advokat give svar.

Frosten
har ogsaa sin gode Side, skrives der fra Rens ved Tønder til ”Tondersche Zeitung”, idet den hjælper Landmanden at udrydde Musene, der var blevne saa dristige, at de stjal af Kornet, alt imedens det blev tærsket.

I Løbet af to Timer slog en Landmand saaledes 17 Mus ihjel med den flade Haand; det var kun dem, der kom ham nær. Nu hjælper Frosten at rydde op blandt de smaa Gnavere.

Diamantbryllup. (Fl.N.Z)
Torsdag d. 8. Februar kan tidligere Skomager J.H. Fehrmann og hustru i Aabenraagade 30 i Flensborg fejre Diamantbryllup. Brudgommen, der er 89 Aar, er desværre sygelig, medens Diamantbruden med sine 82 Aar endnu stadig er temmelig rask og rørig. Fehrmann har i 20 Aar været Skoletjener ved den tidligere St. Marie-Drengeskole i Duborggade.

De flensborgske Skibe. (Fl.A.)
Bestyrelsen og Tilsynsraadet for Dampskibsfartselskabet af 1869 har besluttet at foreslaa Generalforsamlingen, der finder Sted den 3. Marts, at udbetal 10 Procent Dividende for Aaret 1916.

Tyverier (Fl.A.)
Ud af en Kælder i Vanggade i Flensborg er der blevet stjaalet 8 Pund Smør.

I Forhallen til Statsbanegaarden blev der i Forgaars Aftes i et ubevogtet Øjeblik stjaalet en brun Rejsetakse, der indeholdt en Del Linned, Arbejdstøj samt en hel Del Levnedsmidler saasom Flæsk, Ærter osv.

Hos en paa Havretorv boende Destillatør blev der i forrige Nat ved Indbrud stjaalet 12 Flasker Rom.

Ulykkestilfælde. (Fl.N.)
Ved Anlægget af Ledningen for den store elektriske  Landcentral, er Hjælpemontør Gustav Karasch, der bor Slotsgade 26 i Flensborg, i Nærheden af Bov bleven ramt af en Gren fra et Træ, de var ved at fælde. Han blev derved haardt kvæstet i Skulder og Bryst: desuden gik den ene Arm af Led. Den Tilskadekomne førtes til Diakonissestiftelsen.

Arbejdsmand Andresen, sysselsat hos Firmaet Jepsen & Søn i Flensborg fik i Gaar Formiddags den ene Fod kvæstet af et tungt Jernstykke. Med Byens Sygevogn blev han bragt til sit Hjem i Pottergade 31.

Høj Alder.
Aftægtsmand Bohn i Sæd i Angel fyldte den 1. Februar 96 Aar. I Maj kan Bohn fejre, Guldbryllup med sin anden Kone.

8. januar 1917 – Thomas Thomsen: “… noch schlimmer wie 1916”

Thomas Thomsen fra Roost ved Arrild blev indkaldt i september 1915 og kom efter sin uddannelse til Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 222, der i begyndelsen af 1917 befandt sig i Galizien.

Den 8/1 1917.
Liebe Mutter!
Danke dir für dem Brief ich Gestern erhalten habe. Ich lese Heute in Hejmdal, das unser Feinde, unser Friedensangebot abgelehnt habe. Schade, dann können wir uns wieder ein Kriegsjahr vorbereiten und dies wird gewiß noch schlimmer wie 1916. Das ist schrecklch, daß sie nicht aufhören können. Wer weiß ob wir nächtes Jahr zur dieser Zeit zu Hause sind. Es muß doch einmahl Friede geben.

Jetzt haben wir wieder Winter gekriegt, Frost und Schnee. Es ist kalt, aber doch nicht mehr wie bei euch. Wenn wir auf Posten sind[.] haben wir ein großen Pelz Mantel an von Schafpelz, der geht von den Füssen bis über die Ohren[,] dann haben wir zwei Par Stiefel an. Ein Par großen Filzstiefel über die andere[.] Das hält warm kannst du glauben[.] Wenn ich ich so stehe solst du mir bloß sehen. Mann siehst aus mir nur ein wilder[.]

Du schreibst du hast mir 2 par Füßlappen oder solche Dinge. Die habe ich noch nicht gekriegt, aber hoffentlich kommen die bald[.] Ich habe im Weihnachten ein Par Strümpfen nach Hause geschicht[,] habt ihr die gekriegt. Die könnt ihr mich wieder schicken.

Wie geht es dir mit der Gesundheit liebe Mutter[.] Hast du es so ziemlich gut dies Winter? Ist Jakob noch zu Hause?

Zum Schluße sendet Euch alle die herzlichsten Grüße dein Sohn
Thomas Thomsen

(Kåre Pedersens Samling)

31. december 1916 – Milert Schulz: “Steinsplitter … um die Ohren”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Geschrieben d. 31. Dez 1916.

Meine lieben Eltern und Geschw. !
Endlich nach 1½ Monat habe ich gestern deinen Brief liebe Mutter vorn 9. und Vaters Brief vom 20. vielmals dankend erhalten. Also 10-12 Tage sind die Briefe unterwegs gewesen. Wie Ihr wohl denken könnt, wurde ich natürlich froh wie ich zum ersten Mal hier im Felde so weit von der lieben Heimat entfernt Post erhalt. Wie ich aus Euren Briefen ersehe habt Ihr es ja noch alle recht gut zu Hause was mich sehr freut. Ich bin auch noch immer gesund und wohl.

Ja, Ihr könnt glauben ich habe auch an Euch Wei[h]nachten gedacht. Ich habe mir das Ganze so richtig im Gedanken vorgestellt. Hier draussen im Felde haben wir ja nicht viel Freude gehabt von dem lieben Fest. Aber der Herr ist uns doch gnädig gewesen und uns vor den listigen Angriffen und Überfällen des Feindes behütet, so dass wir doch in aller Ruhe haben Weihnachten feiern können.

Unser Weihnacntsbaum bestandt aus einer Flasche um dessen Hals wir, buntes Papier gewickelt haben und oben im Hals ein Licht eingesteckt hatten. Dann haben wir Weihnachten mit unsern Liebesgaben gefeiert. Neujahr werden wir auch noch hier in der Stellung feiern.

3 Gewehre sind vorne im Schützengraben und unser Gewehr ist weiter hinten in Reserve. Wir hinten sind aber jedoch den meisten Gefahren ausgesetzt. Der Franzose beschiesst uns immer mit seiner Artellerie. Ungefähr 100 meter von uns hat er 6 Schuss rein gepulvert jedoch ohne Erfolg. Die Steinsplitter vom Gebirge sind uns doch um die Ohren geflogen, aber der treue Gott hat uns bisherher noch immer gnädig behütet.

Das Klima ist hier jetzt wie bei uns im Frühling. Tags sehr warm und Nachts Frost und kalt. In dieser Zeit ist ja sonst die Regenszeit. Wir haben aber nicht viel Regen gehabt. Eine Nacht haben wir hier unter freiem Himmel im Regen geschlafen. Jetzt haben wir ja unsern Unterstandt gebaut, dann lass es man regnen.

Hoffentlich wird uns nun das Jahr 1917 den Frieden geben. Gott gebe dass wir bald Frieden haben.  Das Genende Paket ist wohl nach Arÿs geschickt worden, hoffentlich wird es mir nachgesandt. Habt Ihr Briefpapier für mich abgeschickt, denn dies ist der letzte Boqen den ich hab und hier bekommt man nichts.

Wir leben ja einen ganz schönen Tag hier den ganzen Tag, schlafen und nichts tun. Sonst wäre da nicht viel neues zu schreiben und schliesse ich mit vielen herzlichen Grüssen und Küssen an Euch allen meine Lieben Euer Sohn und Bruder
Milert.

Auf bald« Wiedersehn Schreibe bald wieder.

(Brev i privateje)

26. december 1916 – Milert Schulz: “Gefährlich ist es hier grade nicht”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde, den 26. Dez 1916.

Meine lieben Eltern u. Geschw. !
Werde Euch heute mal wieder ein Briefchen schreiben und Euch ein wenig erzählen wie wir Weinachten verlebt haben. Wir haben hier jeden Tag das schönste Sonnenwetter. Heute ist es ausnahmsweise sehr warm. Keine Wolke am Himmel, die liebe Sonne sendet ihre warmen Strahlen hernieder so dass man Oberhaupt nichts von Winter merkt.

Weihnachtsabend verlief ganz schön jedoch ohne Tannenbaum. Als Liebesgabe bekam ich eine Shagpfeife, Schokolade, Cigarren, Cigaretten, 1 Schachtel Streichhölzer und einen halben Apfel. Die Andern haben je einen andern Gegenstand bekommen. Zu Essen bekamen wir Reis mit Fleisch. Gestern bekamen wir Butter, Speck, Marmelade, Cigarren und eine Flasche Wein. Zu Essen gab es es Kohl mit Kartoffel und Fleisch. Schmeckte tadellos. Dies ist das zweite Mal wo ich hier im Felde Kartoffel gegessen habe. Was es heute gibt, weiss ich noch nicht, da das Essen ja nur Abends, wenn es dunkel ist, rann kommen kann.

Trotzdem es aber Weihnachten ist, wird doch geschossen. Gestern Nacht also vom 24-25 haben die Serben und Franzosen uns 2 Mal beschossen. Dass erste mal um 11 Uhr Abends, da[s] zweite mal um 4 Uhr morgens. Wir in unsere Unterstand liessen uns nicht weiter dadurch stören. Na, hoffentlich wird es hier wohl bald Schluss sein. Wenn die Griechen mitkommen, wird es nicht lange mehr dauern, dann sind wir hier fertig. Der Friede wird wohl auch nicht mehr fern sein. Man bekommt hier garnichts zu wissen.

Schade dass ich nicht mein Photographierapparat hier habe. Dann konnte ich Euch allerhand schöne Bilder von hier senden. Post habe ich noch nicht erhalten. Na, hoffentlieh kommt da bald was.

Laure natürlich jeden Tag drauf. Ich sitze hier auf einen hohen Felsen und schreibe. Die Uhr ist gleich 12 und ist es ja warm, dass ich schwitze. Also könnt Ihr Euch vorstellen, wie warm es hier ist. Schneeberge giebt es hier auch. Sind natürlich kollosal hoch. Sonst ist da ja nicht viel neues zu schreiben. Bin noch immer gesund und wohl, geschossen haben wir noch nicht mit unseren Masch. Gew. Gefährlich ist es hier grade nicht.

Nun zum Schluss seid Ihr alle recht herzl. gegrösst und geküsst auf ein baldiqes frohes Wiedersehn hoffend und dem Herrn befohlen
von mir Euer Sohn und Bruder
Milert.

(Brev i privateje)

25. november 1916 – Lorens Jepsen: “ingen end Oldinge og Børn tilbage”

Lorens Jepsen var landmand fra Valsbøl lige syd for den nuværende dansk-tyske grænse. I januar 1916 blev han tildelt Infanterie-Regiment Nr. 75, der i efteråret 1916 lå i stilling mellem Blangy og Tilloy ved Arras.

Skg. d. 25. November 1916

Min kære Anne!
Jeg takker for et Brevkort, hvori Du meddeler mig, at det gaar Eder godt. Det glæder mig, at Bedstemoder nok gider være hos Eder[.] Ja, Asmus er vel endnu Bedstemoders Dreng[.] Det var da godt, naar han kunde lære lidt i Skolen, men Hjælp hjemme maa han have, ellers bliver det aldrig til noget. Og det virkelig Hjælp, ikke at han lærer at ramse noget op uden ad, men saaledes at han selv lærer at forstaa det, som Undervisningen drejer sig om. Forhaabentlig har Du Tid at hjælpe ham nu.

I har nok haft meget haard Vinter. Her er det disse Dage atter ruset[?]. Koldt er det egentlig ikke her i Frankrig om Vinteren, i hvert Fald dog ikke saadant som vi tænker os Vinterkulden, men saa er det til Gengæld desto mere vaadt, thi regne gør det næsten til Stadighed. Krigen vil jo ogsaa vare denne Vinter endnu, det er der vel ingen, der tvivler om mere, bare vi faar Fred til næste Efteraar. Dog, hvem ved, sikkert er det jo langtfra, men det er dog sandsynligt. Alt bliver knappere og Stillingen forværres fra Dag til Dag, saa jeg synes det paa den ene eller andne Maade maa til en Katastrofe.

Jeg læser i Avisen fra Als, at der er bleven stjaalet Kartofler fra Marken. Sidder der endnu Kartofler i Jorden der hjemme? Har alle faaet Rug saaet. Vinteren er vist kommen de fleste for tidligt, thi ogsaa Arbejdskraften er jo meget knap, og da der jo stadig drags Folk ind, saa er der vel næsten ingen end Oldinge og Børn tilbage, og disse sidste tager de vel i Foraaret efter Konfirmationen og stikker dem direkte i Trøjen, uddannet er de fleste jo nu saa nogenlunde gennem Ungdomsværnet. Det synes nu ogsaa, som om der skal indføres Civil-Arbejdspligt. Det bliver jo vær[r]e og vær[r]e, det er jo det rene Slaveri, det er jo ikke et Haar bedre end Livegenskabet i Middelalderen. Det er dog skammeligt, at der ikke indledes Fredsforhandlinger, men der skal vist mere til, førend Mikkel kryber til Korset.

Tiden løber ellers tæmmelig rolig for os her, og tillige ensformig paa Søgn og Søndage er der ingen Forskel[.] Forleden talte min Kam[m]erat og jeg om at i denne Maaned dog ogsaa havde Bededag. Dagen efter læste vi i Avisen at det den foregaaende Dag just havde været Bededag. Saaledes lever vi her som Hedninger.

De hjerteligste Hilsner til Dig, Børnene og Moder
Fra Din egen Lorens

(Arkivet ved Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig)