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7.december 1917 – Milert Schulz: “Gott gebe dass es bald zum ersehnten Frieden kommen möge”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Den 7.12.17.

Meine lb. Eltern u. Geschw.!

Für dass gestern erhaltene Paket mit Butter und Kuchen sage ich Euch meinen besten Dank. Selbiges kam grade zur rechten Zeit, da ich mit der an der Butter schon auf der neige war. Der Kuchen hat mir sehr gut bekommen trotzdem es an Zucker und sonstiges mangelt. Aber das macht auch weiter nichts, hauptsache ich habe Kuchen.

Hoffentlich kommt da bald wieder eins mit Kuchen, denn das ist immer eine ganz schöne Abwechselung. Auch habe ich Mutters. Olgas u. Tonnes sowie Ellas Zeilen vom 29/11. dankend erhalten. Wie bei Euch zu Hause so ist auch bei mir noch alles beim alten. Bin jetzt so ziemlich wieder hergestellt mit meinem Magen. Wir liegen immer noch in Ruhe und weder wohl hier auch nicht mehr in Stellung gehen. Wie ich gehört habe soll es am 12 oder 13 von hier losgehen, aber das ist noch unbestimmt. Eher wir denn nach dort hinkommen vergeht auch noch einen Monat und wir sowie Ihr zu Hause hoffen doch dass in diesem oder nächsten Monat etwas entscheidendes kommt. In dieser Zeit hofft ja alles doch auf Frieden unddich kann doch nicht wissen ob es nicht bald zum Frieden kommen sollte. Aber wir müssen ja geduldig abwarten. Hier an der Front ist auch nicht viel los. Jetzt in diesen Tagen wo es so friert fällt fast kein Schuss. Gott gebe dass es bald zum ersehnten Frieden kommen möge.

Gestern hatte ich auch einen Brief von Cousine Thilde von Onkel Sören aus Hadersleben, sie schrieb dass Pappa dort gewesen war. Du schreibst es ja auch iebe Mutter. Ja es ist nicht leicht für die armen Leute wo Armut u. Krankheit zu Hause ist. Der Herr helfe sie in ihrer Not.

Sonst wäre da ja weiter nichts für diesmal. Wie kommst du mit dem Pabrika zurecht liebe Mutter? Sei denn für diesmal recht herzl. gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert.  

4.december 1917 – Milert Schulz: ”Hier haben wir die letzte Nacht Schnee gehabt. Heute morgen lag da eine 10 ctm ”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Den. 4.12.17.

Meine lieben Eltern u. Geschw.!

Für Pappas Brief vom 25.11. meinen besten Dank. Sehe ja aus deinen Schreiben, dass du recht oft zu Hause bist lieber Vater. Ich kann ja auch wohl verstehen dass du da am liebsten bist. Mir geht es auch recht gut hier bin jetzt so leidlich wieder hergestellt. Mein Magen ist auch besser geworden, wenigstens habe ich nicht mehr diesen durchfall. Will Euch heute auf eine Sache aufmerksam machen. Wie Ihr ja auch wisst werden auch hier im Felde Kriegsanleihe gezeichnet aber auf eine andere Art und Weise.

Hier wird nämlich zuerst in kleinen Beträgen von 3 Mark gespart und da bekommen wir eine 3 Marksmarke die im meinen Sparzettel eingeklebt werden. Nun habe ich auch damit angefangen und das Geld ist auf der Krissparkasse in Apenrade eingezahlt worden. Alle 10 Tage spare ich Mark u. wenn 100 Mark voll sind wird dieser Betrag von der Sparkasse als Kriegsanleihe gezeichnet. Also damit wenn mir was passieren sollte dass da Geld von mir liegt. Die Sparkontonummer habe ich noch nicht bekomme, aber sobald sie hier ist werde ich Euch dieselbe gleich mitteilen. Sonst wäre da weiter nichts von dieser Sache.

Hier haben wir die letzte Nacht Schnee gehabt. Heute morgen lag da eine 10 ctm. dicke Schneeschicht. Das ist so ungemütlich mit diesen Schnee. Es ist immer Dreck und Plantsch. Mit dem Fortkommen von hier weis ich noch nichts bestimmtes. Wir liegen jedenfalls noch in Ruhe.

Hatte vorgestern Brief von Tante Mie aus Düppel da schickte sie mir auch Vetter Nielses Bild. Nach ihrem Schreiben sind die ja gut zufrieden da. Von Schwester Mie u. Thilde u. Bruder Matth. hatte ich auch gute Nachricht. Nur Thilde schrieb sie lag schon 8 Tage zu Bett. Habe gestern einen Brief an Onkel Sören in Hadersleben u. an Bestefar habe ich auch geschrieben. Sonst wäre da nicht weiter neues. Wenns geht schick mir öfters ein Paket mit Kuchen liebe Mutter denn dass ist doch immer etwas anderes.

Für diesmal sei dann herzl. gegrüsst u. auf baldiges Wiedersehen Euer Sohn u. Bruder

Milert. 

2.december 1917 – Milert Schulz: ”Aber wenn wir fortkommen sollten möchte ich noch gerne die Reise mitmachen nach Palästina…”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Den. 2.12.17.

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Endlich nach langer Zeit komme ich wieder dazu Euch einen Brief zu schreiben. Habe vor 2 Tagen das Paket mit Butter und Wurst vielmals dankend erhalten. Ebenfalls Vaters Brief vom 21. U. Karte vom 19. Sowie Diddes Karte vom 21. Dankend erhalten. Sehe ja das noch alles wohl ist zu Hause was mich sehr freut.

Hier ist auch noch alles beim alten. Wir liegen immernoch in Ruhe. Aber übermorgen wird es wohl in Stellung gehen. Wie ich aber gehört habe. sollen wir von hier ganz wegkommen. Da wir auf Tropendienstfähigkeit untersucht worden sind wird ja viel davon gesprochen dass wir nach Palästina kommen sollen. Ob das aber zutrifft kann ich nicht sagen. Am liebsten wollten wir ja natürlich hier bleiben. Nun werden wir ja sehen wie es wird. Wenn es soweit kommen sollte werde ich es Euch schon schreiben. Jedenfalls braucht Ihr Euch weiter nicht darum den Kopf zerbrechen denn eher wir da sind dauert noch bis nächstes Jahr bis dahin kann sich ja vieles verändern.

Hoffentlich kommt es zum Frieden jetzt wo die Sache mit Russland so steht. Mit dem Waffenstillstand ist ja doch wenigstens ein Anfang begonnen. Hier an der Front ist es auch ziemlich ruhig.

Mit meiner Gesundheit geht es auch so leidlich. In den letzten Tagen habe ich Zweimal Schüttelfrost Anfälle gehabt. Hoffentlich wird es kein Malaria. Aber wenn wir fortkommen sollten möchte ich noch gerne die Reise mitmachen nach Palästina und wenn es denn nicht besser wird melde ich mich krank und fahre wieder zurück. Sonst ist hier ja weiter nichts neues. Heute hat das Bataillon ein Sportfest veranstaltet. Da müssen wir ja denn mit. Es wird dort Wettlaufen, Hindernislaufen. Springen u. f. w. gemacht. Dazu spielt denn die Regts. Musik.

Vorgestern hatte ich Briefe von Schwester Mie u. Tante Mie mit Vetter Nielses Bild. Gestern einen Brief vom Bruder Matthias.

Muss ja nun   heute Fleissig schreiben.

Sei denn recht Sohn u. Bruder

Milert.

Auf Wiedersehn.  

 

     

 

27.november 1917 – Milert Schulz: ”Wir liegen ja immer noch in Ruhe”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Den 27.11.17.

Meine lieben Eltern u. Geschwister!

Besten Dank für Vaters Karte vom 19. Sowie deinen Brief vom 20 liebe Mutter. Sehe gleich zu Anfang das Briefes dass du mir ein Paket mit Kuchen abgeschickt hast. Nun warte ich ja darauf mit Freuden. Hier ist noch alles heim alten. Ich bin Gott sei dank soweit gesund munter. Sehe aus deinem Schreiben das zu Hause im lieben Heim dasselbe der Fall ist. Nein liebe Mutter mit meinen Magen habe ich noch nicht krank gemeldet. Es wird auch nur wenig Zweck haben, da man doch bloss ein paar Tage Schonung bekommt und am liebsten möchte ich auch hier bei der Komp. bleiben. Denn wenn man ins Laz. kommt wird man zum Ersatz Truppenteil nach Arys geschickt wenn man wieswe gesund ist. Und von dort geht es denn wieder gleich ins Feld und denn noch womöglich nach Frankreich. dann will ich doch lieber hier bleiben. Heute bin ich beim Zahnarzt gewesen.

Ich wollte den Zahn eigentlich rausziehen lassen aber der Arzt meinte er wäre noch zu schade und hat er mir ihn blombiert. Am 1. Dez. muss ich wieder hin zum 2ten mal bohren. Hoffentlich wird ér mir nicht so sehr schmerzen mehr. Das dicke Kinn ist auch bald wieder verschwunden.

Wir liegen ja immer noch in Ruhe. Am 4 Dez. geht es ja wieder in Stellung, ich glaube ich habe es Euch schon letztes Mal geschrieben. Das Wetter ist auch ziemlich milde jetzt. In dieser Zeit ist die Verpflegung auch ziemlich gut. Wir bekommen schon seid langer Zeit jeden 2.ten Tag 125 Gram Butter. Ist ganz gut nicht wahr. Bloss der nötige Belag fehlt. Aber hoffentlich hast du wieder ein Paketchen mit der schönen Wurst abgeschickt liebe Mutter, denn die schmeckt doch zu schön. Aber Kuchen ist mir auch sehr lieb. Ja meine Lieben man möchte ja gerne so manches haben, aber ich bin immer zufrieden mit dem was ich bekomme. Sonst wäre ja weiter nichts neues zu erzählen. Sei denn für diesmal recht herzl. Gegrüsst und geküsst vn mir Euer Sohn und Bruder

Milert.

14.november 1917 – Milert Schulz: ”Ja nu fejrer man allerede sin tredje Födselsdag som Soldat …”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Den 14.11.17

Meine lieben Eltern u. Geschw.!

Gottes Friede zum Gruss!

Schwester Olga’s Brief vom 7.11. habe ich dankend erhalten. Sehe dass noch alles wohl ist im lieben Heim.

Wie ich sehe ist Schw. Mie auch eine kleine Zeit zu Hause. Habe einen Brief von Ihr bekommen weis aber nicht ihre neue Adr. da ich dieselbe verlegt habe. Hoffentlich ist ihr Fuss bald wieder heil. Mir geht es aj immer noch recht gut. Den Herrn sei dank für soweit er helfe auch noch weiter. Mein Trost ist immer wie es im Liede heisst: ”Mig intet skal fattes min Hyrde han er”. Ja og som du skrev paa dit Kort kjære Fader i Joh. Aab. 3.5 Gid at vi rigtig maatte mere og mere lære at kun i Gud har min Sjæl sin Ro og til ham maa vi komme med alt vad der ligger os paa Hjertet. Maatte hver Gjerning skee til hans herr. lige Navnes Ære. Daa vil Gud ogsaa nok giver os sin Velsignelse til alt vad vi foretager os. Men det er ikke saa ledt immellem at staa som et Guds Barn i denne Verden, men vi vil bede Gud om Kraft og Hjælp.

Vi ligger jo endnu i Ro og om en 3-4 Uger gaar vi maaske igjen i Stilling. Nu kan jeg jo snart fejre min 21. Födsesldag. Forhaabentlig kommer der saa et godt Pakke ikke sandt kjære Moder. Ja nu fejrer man allerede sin tredje Födselsdag som Soldat. Jeg vil da ikke haabe at jeg di næste tre Aar skal fejre den som Soldat. Og den dejlige Julefest nærmer sig ogsaa nu. Men at fejre den hjemme for mig er der jo nu slædt ingen Tanker om. Her merker man jo ikke meget dertil.

Nu har Regnperioden begyndt hernede. Det er saa smussig og beskidt at man vojer i Leer op til Knoglerne. I dag er det nu lige Solskinsvejer.

Sidste Nat har det regnet heele Natten og da vi kun har et Telt over Hovedet har det naturlig regnet igjennem ned til os. Det er ugmütlig naar det saadan regner igjennem. Jeg har det jo rigtig godt her ved Telephonen. Pakken med Kagen har jeg ikke modtaget endnu. Send mig engang ved Lejlighed en Haandtörklæde kjære Moder mit det er heelt itu.

Nu være I saa mange (gange) hjertelig Hilset og Kysset fra mig Eder Sön og Broder

Milert.

 

 

10.november 1917 – Milert Schulz:” Der har været lidt tale om at vi skulde bort herfra men hvordan ved man ikke og i det heele er det et stort Spörgsmaal om vi kommer bort.”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Den 10.11.17

Mine Kjære Forældre og Sösk.!

Guds rige Fred til Hilsen!

Dit kjære Brev fra den 1.11. har jeg i forgaars modtaget kjære Moder ligeledes har jeg modtaget Babbas Brev fra den 3.11. igaar. For bægge min beste Tak kjære Forældre. Seer at I endnu har det rigtig godt derhjemme. Ak ja kunde man endnu havde været hjemme igjen i sin gamle Bestilling. Men nu sidder man her fjernt fra alt. Forhaabentlig kommer det længselsfulde Fredsbudskab. Gid dog at Herren snart vilde byde sit holdt over denne Elendighed. Mon det ikke skulde give en Forandring i Sagen med Italien? Her hos os er det ikke meget lös men det er jo godt at man kan sidde her i ro. Naar det saadan bliver ved hernede saa kan ja sagtens holde det ud. Naturligvis bliver der her ja ogsaa skudt med Granater med det er dog ikke saa slem som ved andre Fronter hvor der bliver Kempet hver dag. Her giver der jo ogsaa saarede og döde men jo da ikke i den Grad som f.eks. i Flandern. Gud skee Tak at man ikke er der.

Hem ved om man havde været levende endnu. Herren vil i Naade holde sin beskyttende Haand over os alle og naar det er sin vilje fore os sund og rask hjem igjen. Hvorlenge mon Broder Matth. vel skulde holde sig i Flensbg. Igaar havde jeg Brev fra ham at skulde til Backsted at skyde.

I dag har jeg ogsaa sendt et Kortbrev. Ja kunde man dog blodt saadan havde rejst hjem et smudt om Söndagen det kunde være heelt dejlig, men det er jo nu ikke saadan. Af dit Brev seer jeg at du igjen har sendt mig en Pakke med Kage kjære Moder.

Ja nu kan jeg dejlig bruge den. Som du skriver kjære Fader har jeg allerede for 8. Dagen siden skreven et lang Brev til Tante Mie paa den nye Adr. ja nu er di ogsaa borte fra Svejlund. Vi har da nydet meget godt eroppe for dem. I den förste Tid vil man jo komme til at savne dem. Nu er Svejlund jo ikke mere noget for os. Babba har vel samledt meget godt Skrammel hjem. Jeg kan nok forestille mig ham hvordan han har seet alle Hjörne og Kroge godt efter.

Nu er det ved at blive Efteraar hernede det er mere kold nu. Men endnu holder man det nok ud. Der har været lidt tale om at vi skulde bort herfra men hvordan ved man ikke og i det heele er det et stort Spörgsmaal om vi kommer bort.

Ellers er der ikke megen Nyt at fortelle. Saa være I alle hermed hjertelig Hilset og Kysset fra mig Eders Sön og Broder

Milert.

Paa snarlig gjensyn.

 

31.oktober 1917 – Milert Schulz: ”Heute haben wir Feiertag und Dienstfrei aus Anlass des 400 Jährigen Reformationsfestes”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Den 31.10.17.

Meine lieben Eltern u. Geeschw.

Endlich komme ich wieder mal dazu Euch ein paar Wåorter zu schreiben. Habe Mutters Brief vom 21. Und Pappa vom 22.10 dankend erhalten. Sehe dass es Euch ja noch immer recht gut geht Hause im lieben Heim. Mir geht es ja soweit recht gut. Aber mein Magen will garnicht in Ordnung kommen, dauernd immer durchfall. Wie ich Euch im Kartenbrief geschrieben habe bin ich ja nun beim Telephon als Truppführer. Auch ein ganz schöner Posten. Liege doch nicht vorne im vordersten Graben sondern einige hundert Meter dahinter gewöhnlich da wo der Komp. Führer wohnt, und da sind wir doch ziemlich sicher.

Ich bin beinahe froh dass ich abgelöst bin denn es ist doch zu bezwungen dort zu sein. Von morgens bis Abends dauernd dasein. Aber hier beim 7. Ist mehr sein freier Mann. Kann tun und lassen wie man will. Jetzt könnte ich ja wohl ab und zu mal ein kleines Fettpaketchen gebrauchen liebe Mutter. Danke heute an Tante Mie u. Onkel Jens. Die sind wohl jetzt fort. Weder Morgen einen Brief an sie schreiben. Heute haben wir Feiertag und Dienstfrei aus Anlass des 400 Jährigen Reformationsfestes. Von 10-11 heute vorm. hat unser Major eine Ansprache gehalten dazu hat denn die Regts. Musik gespielt. Zuerst sangen wir: Aus tiefer Not schrei ich zu dir und zum Schluss das schöne Lied: “Ein feste Burg ist unser Gott“. Dann sind wir nach Hause in unsere Erchütte gegangen. Welche aus 4 Mauern aus Grasstücke und grosse Steine besteht darüber ein Zelt gespannt ist. Taucht aber nicht viel, denn wenn es regnet dann kommt es gleich durch. Aber man ist doch froh dass man eine solche Hütte hat. Nachts schlafe ich ganz gut. Morgens um 6 Uhr stehen wir auf dann wird gleich Kaffe getrunken und denn eine Cigarette geraucht. Dann wird sich gewaschen und die Hütte gemütlich gemacht. Dann habe ich frei den ganzen Tag brauche kein Dienst mit zu machen. Um 12 Uhr giebts Mittag und um 5 Uhr Tee. Das ist so der ganze Betrieb was ich mache. Nun sei denn herzl. Gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn u. Bruder

Milert.

9. oktober 1917 – Milert Schulz: ”Sonst geht es mir ja immer noch recht gut hier bin auch soweit gesund und wohl nur mein Magen will nicht richtig funktionieren. Aber hoffentlich. wird es besser”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Den 9/10.17.

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Für erhaltene 2 Pakete mit Gebäck und meine Bilder meinen besten Dank. Von den grossen Bildern waren bloss 8 hier, habt Ihr denn schon 4 ausgenommen? Schreibe mir doch wer die bekommen hat. I Bild habt Ihr ja selbstverständlich behalten liebe Eltern. hoffentlich habt Ihr das beste rausgesucht. Einst hat Schwester Mie nicht? Und die andern 2 wer hat die? Bitter um bescheid. von den kleinen habe ich 6 bekommen. 7 hatte ich ja bestellt. Hat Bruder Drees denn eins von die? Nun bitte ich Euch das Geld für dieselben abzuschickken da ich hier nicht so viel habe. Die grossen Bilder sind ganz schön geworden nur das Format hätte etwas kleiner sein können nicht wahr? Aber so ist es wohl modern, ich weiss ja nicht. Der Kuchen in dem Paket wo die Bilder waren, war schon verschimmelt und konnte ich die nicht geniessen. Den Kranz oder wie ich den andern nennen soll habe ich heute morgen zum Kaffe gegessen.

Sonst geht es mir ja immer noch recht gut hier[,] bin auch soweit gesund und wohl nur mein Magen will nicht richtig funktionieren. Aber hoffentlich. wird es besser. In den letzten Tagen musste ich noch Nachts raus. Sonst schmerzen habe ich nicht dabei. Na in 10 Tagen kommt wohl die Kantine wieder dann werde ich sehn ob ich etwas Rotwein bekommen kann und Euer Rat mal versuchen liebe Mutter.

Viel neues kann ich Euch ja nicht erzählen. Jetzt fängt es hier an kalt zu werden. Heute habe ich ein senig gefroren. Etwas Regen haben wir auch gehabt in den letzten Tagen. An der Front ist es auch ziemlig ruhig was Ihr ja auch in der Zeitung lesen tut. Hatte heute Abend eine Karte von Cousine Methe aus Bredebro. Es freut mich sehr dass Bruder Matth. nach Flensburg gekommen ist.

Hoffentlich kann er das Masch. Gew. in den Kopf kriegen, denn da ist ziemlich viel drann zu lernen. Aber wenn er ins Feld kommen sollte hat er es ja auch viel besser beim M.G. als bei der Inf. Aber hoffentlich ist bald Frieden dass er nicht raus braucht und das wir nach Hause können. Gott gebe das in seiner Gnade. Sei denn für diesmals recht herzl. gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert.

27. September 1917 – Milert Schulz:“ I Aften har jeg staaet og kigget op efter Maanen og som sædvanligt rejser Tankerne saa hjem”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Aftenen Kl.8.

Mine Kjære Forældre og Søsk.!

Først min beste Tak for dit kjære Brev fra den 21/9. min kjære Moder som jeg igaar har modtaget med Glæde.

Ligeledes havde jeg ogsaa et brev fra Søster Mie som jeg ogsaa har besvaret hende i dag med et Brev. Som jeg seer er jo endnu alt ved det gamle hjemme hos Eder. Som jeg saa af Mies Brev har hun nu faaet Plads i Andholm vd Rodekro. Ja hos mig er det jo oggsaa alt ved det gamle jeg ved snart ikke hvad jeg skal fortælle Eder. Indtil nu er jeg jo Gud skee Tak sund og rask. Som du skrev er vores Kjære Bba ikke godt i Maven. Her hos os er ogsaa alle Soldater skidt i Maven. Min Mave er heller ikke i stand men det gaar enda. Forhaabentlig er han rask igjen naar dette Brev kommer i Eders Hænder.

I Aften har jeg staaet og kigget op efter Maanen og som sædvanligt rejser Tankerne saa hjem. Di kommer hurtigt hjem som med Toget. Ja Hjemmet ak Hjemmet hvornaar skal vi sees. Haaber dog at det varer ikke ret længe mere med denne Krieg.

Igaar har vi faaet Vintervask udleveret. Hver Mand 1 Skjorte 2 Par Underboxer og 1 Par Strömper, men jeg har faaet 3 Skjorter 2 par underboxer og 3 Par Strömper saa jeg er godt forsynet for Vinteren ja og saa en fin sort Underjakke. Naar man skulde köbe det vilde det koster for over 50 mark.

Pakkerne med Pærerne er ikke ankommen endnu. Seer at Du har sendt en Födselsdagskage af til mig, haaber at den kommer til Ride.Har I sendt mine Photographier af jeg har ingen modtaget endnu. Mie havde allerede taget eet skrev hun. Kjære Modr sig til Didde eller Olga en af dem skal skrive mig Sangen som hedder: ”Sonnenlicht und Sonnenschein” jeg gaar og nynner Melodien men kan ikke Texten.

Fra Broder Matth. havde jeg forleden Dag et Kort. Han holder sig dog i Redsbg. endnu. Gid han kunde bliver der til Freden kommer at han ikke turde ud i Felden. Men ikke som vi vil men som Gud vil. Han regerer jo dog det heele. At staar i Guds Fader Haand og derfor Kriegen ogsaa.

Nu for denne Gan være aller hermed hjertelige Hilset og kysset fra mig Eders Sön og Broder

Milert.

20. September 1917 – Milert Schulz:“ Mig gaar det jo ogsaa indtil nu rigtig godt og er Gud skee Tak sund og rask“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.  Schulz sendte hilsner hjem i anledning af mors fødselsdag.

Feldpostbrief til Frau Anna Schulz Hellewatt poststemplet 20.9.17.

Min Kjære elskede Moder!

Guds rige Velsinelse og Fred være med os alle. Amen!

I Anledning af din 39. Aars Födselsdag den. 1. Okt. Ønsker jeg dig hermed Guds rige Velsignelse og at han maa erholde dig endnu i mange Aar Kjære Moder, at du maa faa Lov at fejre denne dag ofte sammen med vor Kjære Far og os dine Börn. Herren skal have Tak for alle den Naade som han har bevist imod dig i de Aar som er henrunden. Ja hvor har den naadige Gud ikke velsignet vort heele Hjem med megen godt og for alting med Sundhed. Ja det er mere end vi kan bede og takke ham for. Men som han siger i sit Ord: Söger först Guds Rige og hans Rætfærdighed saa skal alle Ting Tillægges Edder. Vi usle Mennesker er ofte tilbøjeligge til at see paa os selv, og vil gjöre allting a fegen Kraft og Fornuft, men vi kommer ikke vidt dermed, som man jo har erfaret mange gang.

Matte den Helligaand dog gjøre os det mere og mere klar at kun med Guds Hjelp kan vi komme fremmed i Verden og kun i Gud har vi alt vad vi ejer og har. Maarre det altid være saadan at han baade er den förste og sidste Tanke i os, og at vi kun du af sit Ord söger Kraft. Hvile og Fred og at vi derved maa mere og mere lære at vandre paa den Vej som han vil have at vi skal gaar. Saa vil det heele ogsaa blive meget lettere for os at tage imod alt var ahn saa end sender os enten det er godt eller ondt og saa tage imod det med et takkende Hjerte. Men det vigtigeste er dog at vi tilsidst maa havne alle hjemme i de evige Boliger hvor der hverken er Synd eller Skam eller Utugt eller Krieg eller Nöd med kun Jubel og Glæde.

Naade og Fred og hvor vi engang skal synge med Davids Harpespil Guds Navn til Ære. Vor vil det blive herlig engang. Ja vi som er Guds Börn har noget sotrt ivendte. Naar vi ogsaa vilde hetenke os det mere saa vilde dette Jordeliv ogsaa blive os meget lettere. Men vi er jo et Folk født i Synd og vi slet ikke er den Naade verd som Gud har velsignet os med saa rigeligen indtil denne Stund. Derfor vilde Herren ogsaa i Naade lade sit Lys skinne over os at vi ogsaa maa staa som et lille Lys i denne mörke kolde Verden og bekende sit for dem som endnu ikke har Øjnene opladt for ham og sit Ord. Han er det nok værd. Herren give at vi alle med hverandre maatte engang samles hjemme hos ham i Evigheden.

Mig gaar det jo ogsaa indtil nu rigtig godt og er Gud skee Tak sund og rask. Blodt min Mave er lidt i uorden med det bliver vel nok bedre med Tiden. Har det jo ellers rigtig godt her. Varmen er heller ikke saa slemt mere. For et par dage siden slog Vejret om paa engang saa der pludselig kom Regn og en Kuld med saa man virkelig fryste. Nu er det dog bleven lidt varmere igjen. Men Varmen holder man jo nok ud blodt denne Krieg dog smart var tilende saa syntes mig jo enda nok om det helle Levnet som Soldat, men man forekommer sig kun som et halt Menneske herude i Felten, og saa hernede i denne af lutter Bjerge omringede Egn forekommer man sig som heelt afskaaren fra det heele. Men forhaabentlig er det snart forbi med denne Elendighed saa at vore Kirkeklokker snart maa forkynde den Fred som saa mange længes efter. Vor vil det blive en herlig dag for os Soldater naar vi förstkan begynde at pakke vort Skrammel sammen og komme hjem. Naar man saa kommer hjemkörende med Jernbanen vil der ellers blive Glæde men ogsaa saa mangt et Moderøje vil søge forgjeves i den store Mængde af Soldater om ogsaa ikke hendes Sön skulde være deriblandt, men ak nej hun finder ham ikke for han er jo falden for mange eller for kort Tid siden og saa kommer först Sorgen og Smerten rigtig frem.

Men Gud give at vi engang naar der er Slut at vi alle maa faa lov igjen at komme hjem til Eder mine Kjære. Blodt Broder Matthias matte blive forskaanet for denne Jammer og Elendighed som hersker paa saadan en Vallplads. Men Gud vil i Naade holde sin beskærmende Haand over ham og mig og os alle og beskytte os i de mange Farefulde Stillinger som man saa ofte kommer i som Soldat enten det saa er her i Felten eller Garnisonen.

Fra Söster Mie og Br. Matth. modtog jeg igaar et Kort. Die kommer vel alle hjem til Födselsdag saa hils dem allesammen. Jeg vilde ogsaa nok havde været i Eders Mitte og faa et godt Koppe Kaffe og et godt Styk Kage. Men den Dag kan jeg nok kikke i Maanen og tænke mig det helee Födselsdaggæst. Men nu jeg haaber dog at jeg faar en lille KAge herned sendt at jeg da ogsaa smager noget deraf. Haaber dog du ikke tør fejre den næste Aar i Kriegen.

I forgaars modtog jeg dit kjære Brev fra den 9/9. og takker dig mange gange derfor. Seer at i nu endelig har modtaget mit Ankomstbrev. Ja det varer enda en lille Tid inden Postsagerne kommer hjem hernede fra. Tak for Pærerne som er afsendt til dit kommer. Ellers er der ikke nogen Nyt at fortelle. Solen skinner dejlgi i dag og Flyvemaskinerne surrer og brummer igjennem Luften. Di vil naturlig over at sig god Morgen til Franskmanden. Her vor vi ligger er det ellers heelt rolig vi mærker ikke megen til Krieg her, hvad vi jo ogsaa nokkan holde ud.

Nu til Slut vere du saa hermed hjerteligst Hilset min Kjære Moder og Tak for alt godt som du har bevist imod mig indtil nu, med et inderlig kys fra mig din hengivne Sön.

Milert.

Ogsaa mange Hilsener til min Kjære Fader og Söskende. Lad det heele nu smager Eder godt. Hils ogsaa Tante Mie og Onkel Jens.

 

30. August 1917 – Milert Schulz:” Denne dag gjorde jeg ikke noget da jeg var saa trett af Rejsen. Nu er jeg jo rigtig i min gamle dont igjen”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien. Efter sin orlov sendte Schulz et brev hjem med fortællinger om rejsen tilbage til Fronten.

Den 30.8.17

Mine Kjære Foreldre og Söskende!

Nu maa jeg nok hellere faa et Brev afsted igjen for ellers venter Mor vis efter Post fra mig. Tak for Brevet fra den 23.8 som jeg igaar har modtaget med glæde.

Mig gaar det her rigtig godt efter Orloven men hjemme var det dog lidt bedre. Rejsen gik jo ogsaa heelt godt. den 22. om aften kl.9 var jeg i Altona. Kl.  12 gik det til Berlin der var jeg om Morgenen kl.6. saa gik det Kl.8 videre til Dresden hvor vi ankom den 23. Henved   12 Tiden. Kl.4 om Eftermiddagen kjörte vi saa med Urlaubrzug over Wien Budapest til Belgrad, der kom vi an den 24 om Aftenen Kl. 11. Saa derefter med Orlovstoget kl.12 om Nat til Endstationen hvor vi ankom den 25 om Aftenen kl.  5. Derefter med Feltbanen Kl.  6 til dennes Endstation hvor vi var Kl.10 om Natten. Saa lagede vi der Natten over til den 26. om morgen Kl.4. Nu gik det videre med en Lastauto hvor vi Kjörte fra kl.  7 – Kl.11 om Middag. Om Aften gik vi saa det sidste Stykke Vej til Fods. Om dagen kunde vi ikke gaar for Heden. Saa gik vi 1   –  kl.5 og ankom om Natten Kl.12 til mit Batt´s Forplejningsbagage. Der lagede jeg mig saa i en Vogn til om Morgenen kl.5 den 27. Saa blev jeg vekket af en god Ven som skulde kjöre vor Forplejning til mit Komp. Der fik jeg så mit Kram op at kjöre og saa gik jeg godt lettet med Vojnen Kl.  6 –  1 til Komp. hvor vi ankom den 27. om Morgen Kl.  9-. Jeg melde mig saa for min Feldw.

Han gav mig Haanden og var glad ved at jeg var der igjen. Denne dag gjorde jeg ikke noget da jeg var saa trett af Rejsen. Nu er jeg jo rigtig i min gamle dont igjen. Orlovstankerne er jo endnu i Hovedet og saa tenker man sig den heele Tour derhjemme igen en gang. Det er dog alligevel bedre derhjemme en her. Den skönne Tid gaar jo altid for rask men vad er der at gjöre. Vi kommer til og vente med Taalmodighed indtil Fredens klokker lyder. Og dertil give os Gud Kraft og Styrke at vi maa holde ud en liden Stund endnu. Enden maa da komme engang enden saadan eller saadan.

Broder Matthias har jeg ikke talt i Rendsbg. Jeg har ellers kikket meget efter ham men ingen at see. Nu lige suser der en Flyvemaskine igjennem Luften den vil maaske over og besöger Fjenden lidt. Ved Fronten er der ellers ro, og vi ligger ogsaa rolig og godt her bag Fronten. Ja vor gleder jeg mig ved at jeg ikke tør ud i Skyttegraven. Det er dog meget behageligere her bag Fronten. Man lever her i al Rolighed og gaar og raader sig selv. Nu ved jeg snart ikke mere denne Gang og slutter jeg derfor i Haab om at Freden ikke mere er fjernt og at vi snart matte see hinanden igjen med de hjerteligste Hilsner og Kys til Eder alle fra mig Eders Broder  

Milert

(Breve i privateje)

16. Juli 1917 – Milert Schulz:” Ja schlecht leben wir nicht”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Den 16. Juli 17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Ja nun wird es wohl bald wieder mal Zeit, dass ich mal einen Brief schreibe. Habe gestern Pappas Brief vom 5/7 und heute Mutters Brief vom 8/7 dankend erhalten. Wie ich ja sehe erwartet Ihr mich ja auf Urlaub. Na nun wird es wohl auch mehr lange dauern. Habe schon mit meinem Feldw. gesprochen ist nämlich vor ein paar Tagen wieder zurückgekehrt – wegen meinen Urlaub. Da sagte er. Ja Sie können im August fahren Schulz. Also meine Lieben hoffe ich nun endlich mal Euch sprechen zu können. Nun wird es aber auch bald Zeit. Sehne mich nämlich auch danach. Besonders sehne ich mich danach mal die kleine Anni zu sehen. Ja denn werde ich in Rendsburg aussteigen und Bruder Matth. Gleich mitnehmen. Hoffentlich hast du denn genug in der Küche liebe Mutter.

Wenn wir beide ankommen dass du denn eine Pfanne Brattkartoffel für uns Soldaten hast. Ja meine Lieben wären wir bloss erst da, na das wird schon werden. Gott gebe seinen Segen dazu. Sonst geht es mir ja noch immer tadellos hier. Jetzt wurde grade an der Küche gepfiffen, dann heisst es Essenholen. Heute gibt es Nudel mit Backobst. Also Augenblick jetzt muss ich essen und sehen wie es schmeckt. Habe soeben gegessen. Also tadellos hats geschmeckt. Ja schlecht leben wir nicht.

Dein Paket mit Kuchen vom 3/7 habe ich auch vor 2 Tagen Dankend erhalten liebe Mutter Vom 1. Aug. ab sollt Ihr mir nichts mehr schicken da ich wohl Mitte August von hier wegfahre. Aber schreiben könnt Ihr ruhig. Hier ist es immer noch so fürchterlich heiss. Und mein Magen ist auch noch nicht richtig in orden, aber es geht noch. Sonst wüsste ich ja für diesmal nicht viel neues zu erzählen. Habe auch eine Karte an Br. Matth. Und Schw. Thilde geschrieben. Ja sonst wüsste ich für diesmal nicht viel neues zu erzählen. Wenn ich nach Hause Komme werde ich schon Pfeffer mitnehmen das heisst den Bulgarischen bis aufs Wiedersehn recht herzl. gegrüsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert 

8. Juli 1917 – Milert Schulz:” Wie können wir bloss Gott dankbar sein, dass der Krieg nicht in unserm Lande wütet”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde den 8.7.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!
Gottes Friede zum Gruss!

Wo ich nun diesen Brief schreibe, hast du wohl grade in kleines Mittagsschläfchen bekommen liebe Mutter und Pappa vielleicht einen etwas längeren. Na das macht ja nun auch nichts. Für deinen Brief vom 30.6 sage dir meinen besten Dank liebe Mutter. Ebenfalls für Schwester Diddes Briefe vom 28.6 und 2.7.

Ja meine Lieben wenn ich auf Urlaub kommen sollte kommt mein Photo aber in gang. Aber das schlimmste ist ja denn ich kenne ja gar nicht die kleine Schwester Anni. Habt Ihr denn kein Bild von ihr. Von Br. Oskar habe ich ja noch eins von Febr. letztes Jahr wie ich von Königsberg auf Urlaub war. Na diesen Monat wird es wohl nicht werden, aber denn hoffentlich mitt nächsten Monat, also August. Das schadet ja auch weiter nichts. Gestern war ich von der Hitze ziemlich krank. Kopf – und Leibschmerzen hatte ich kaum zum aushalten. Heute ist es doch besser, wenigstens habe ich kein Kopfschmerzen. Gegessen habe ich auch nichts. Nur ein paar Soldatenzwieback.

Es ist ja jetzt auch eine furchtbare Hitze hier, aber hoffentlich wird es bald ein wenig kühler. Am schönstens ist es Abends wenn die Sonne weg ist, alles ist still, nur ab und zu hört man ein Kanonenschuss hier und dort krachen, aber das lässt uns weiter nicht stören. Ach wäre doch bald der langersehnet Frieden bloss da dass man endlich mal wieder aus diesen Elend herauskommen können. Wie können wir bloss Gott dankbar sein, dass der Krieg nicht in unserm Lande wütet. Ja möge sich der Herr doch bald über diesen Jammer sich erbarmen und uns bald den Frieden geben.

Von hier ist ja sonst nichts neues zu berichten. Ja liebe Mutter du schriebst wegen Pfeffer. Das gibt es hier auch nicht aber die Bulg. Soldaten haben ein sogenanntes Paprika auch so eine Pfefferart. Werde dir davon etwas nach Hause schicken. Es ist aber furchtbar stark. Also hoffentlich komme ich denn so mitte oder Ende August nach Hause und seid Ihr denn bis dahin alle recht herzl. gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert 

(Brev i privateje)

3. Juli 1917 – Milert Schulz: ”… Mutter, dass ich noch immer Eurer „Dreng“ sein darf”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde den 3.7.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!
Gottes Friede zum Gruss!

Zuerst besten Dank für erhaltenes Paketchen mit Kuchen u. Schinken. Und zweitens besten Dank für erhaltenen Brief vom 25/6 und Karte vom 26/6 von dir meine gute Mutter. Ja du kannst glauben liebe Mutter wenn man hier im Felde steht den Tod alle Augenblick vor Augen, dann weiss man erst richtig zu schätzen was man an einen guten Vater und eine gute Mutter hat. Darum freue ich micht auch sehr jedes mal wenn ich Eure Briefe durchlese dass Ihr mir immer treu hingebene Eltern seid.

Jetzt weis ich so richtig was ich an Euch habe lieber Vater und Mutter. Ich schätze mich besonders hoch wenn du schreibst „min kjere Dreng“ liebe Mutter, dass ich noch immer Eurer „Dreng“ sein darf. Ja, wie wohl ist es ein treues Heim zu haben. Und denn die lieben Geschwister alle. Ihr geht mir nicht nur einmal durch den Kopf. sondern den lieben langen Tag sind meine Gedanken stets bei Euch und denn stelle ich mir das ganze liebe Heim in Gedanken vor, jede Ecke, jede Stube, jedes Bild und was sonst noch ist stelle ich mir oft alles in Gedanken vor. Und denn wie man als Kind dort gespielt haben, da habe ich am Tisch zu Mittag gegessen, da sass Vater, da sas Mutter, und da sassen die Geschwister und da der Schrank in der Küche wo man so oft ein Strück Zucker ohne Mutters Erlaubnis genommen hat. Ja meine Lieben bei dieser Einförmigkeit lässt man sich sein ganzen Leben vor Augen kommen.

Wenn man dauernd an diesen Krieg denken wird man ja ganz Dusselig im Kopf. Am liebsten denken ich garnicht daran. Nur mit sehnsucht denket man an den Frieden wo wir einst als Kämpfer den Heimatlichen Boden betreten dürfen. Welch eine Freude wird das sein wenn die Erlösende Stunde schlägt.

Mir geht es noch immer recht gut hier und bin auch gesund und munter. Wenn bloss nicht diese Hitze wäre dann ginge es noch. An der Front ist es während dieser Hitze auch ziemlich ruhig. Habe endlich Brief von Br. Matth. bekommen und ihm gestern geschrieben. Hoffentlich glück es mit mein Urlaub End diesen Monat, wenn nicht denn im August. Sonst wäre ja nichts neues zu schreiben. Viele herzl. Grusse u. Küsse verbleibe ich bis auf ein fröhliches Wiedersehn Euer dankbarer Sohn und Bruder

Milert.

(Breve i privateje)

30. Juni 1917 – Milert Schulz: ” …. ikke saa slemt naar blodt den forferdelige Krieg havde en ende”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Skrevet den 30.6.17

Mine kjære Derhjemme i det kjære Nordsleswig!
Guds Fred til Hilsen!

Ja nu er der jo et par dage siden jeg har skreven til Eder og føler jeg mig nødsaget til at skrive et paar Ord igjen, hvad jeg jo ogsaa gjør med Glæde. Denne gang paa Dansk.

Har i dag modtaget dit Kort fra den 23/6 Kjære Moder med Tak. Mig gaar det jo endnu altid rigtig godt og er Gud skee Tak sund og rask. Vi lever jo ogsaa heelt godt her i Felden. Til Middag bager jeg Pandekager og til Aften steger jeg et par Frekadeller. Det smager jo heelt godtil Saa kann du jo nok forstsaa at vi lever heelt godt. Med det er jo kun Feldw. og jeg der saadan lever og saa ogsaa Offiseerne. Derfor tør du ikke sende mig nogen Pakker kjære Moder, send det saa hellere til Broder M. han har det meere behov end jeg. Naar jeg mangler noget skal jeg nok skrive derom. Blodt skriv flittig at jeg altid hved hvordan det gaar Eder mine kære.

Jeg haaber jo nu da sterkt at jeg kommer igjen paa Orlov i 14 dage sidst i neste Maaned. Men naar jeg ikke kommer saa kommer jeg sidst i August. Nu faar vi jo at see. Naar jeg saa kommer igjennem Rendsb. Stiger jeg ud og tager Br. M. med hjem i en 8 Dage. Jeg ved slet ikke sin Adresse endnu. Kedelig at di faar saa lidt at spise i Garnisonen.

Her er det jo endnu altid saa forferdelig warm. Vi løber i Skjorter herom, og saa en masse Fluer saa man kan næpper værne sig mod dem. Men nu det er jo altsammen ikke saa slemt naar blodt den forferdelige Krieg havde en ende. Gud give dog at Freden dog snart maatte holde sin Indtog i Landene.

Jeg lenges efter at see og tale med Eder igjen mine Elskede. Mit Klaverspil har jeg jo vist heelt forglemt. Hvem spiller nu derpaa. Der kan vel ingen som Babba. Men nu han kan jo ogsaa spille heelt fin og smukke Stykker.

Kommer Heise snart hjem paa Orlov eller han ikke skrevet derom endnu? Nu til Slut være I alle hjerteligt Hilset og Kysset fra mig Eder Søn og Broder.

Milert

Skriver snart

(Breve i privateje)

19. Juni 1917 – Milert Schulz: “… beim einem Angriff 500 Tote“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien. Og nu håber han, at kunne komme hjem i august eller september.

Im Felde d.19.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Meinen besten Dank für Eure lieben Briefe vom 11.6.17. liebe Mutter und Vater. En hat mich sehr gefreut mal wieder etwas aus der lieben Heimat zu bekommen. Wie ich ja aus alle Euren Briefen sehen kann habt Ihr’s ja noch immer recht gut. Ihr schrieb mir letzt ob ich nicht Kaffee oder Wolle besorgen kann. Ja meine lieben mit Kaffee wird es wohl nicht so leicht sein. Aber mit Wolle liesse sich vielleicht etwas machen. Ich werde mich mal nach salchen Sachen umsehen. Vielleicht kann ich doch etwas auftreiben.

Mir geht es ja noch immer recht gut hier unten. Bin noch immer gesund und munter.  Hier haben wir jeden Tag Gewitter und viel Regen. Gestern regnete es so stark, dass wir kaum in unsern Zelt aufhalten konnten. Also regen genug. Ich wünschte dass dieser Regen zu Hause gefallen wäre.

Gestern bekammen wir Telegram von unsern Feldwebel, dass er zu Hause erkrankt war. Na hoffentlich kommt er noch wieder, dass ich auch nach Hause fahren kann. Wenn’s Glückt komme ich vielleicht im September oder Ende August. Nun wollen wir erstmal die Zeit ruhig abwarten. Ende diesen Monat fahren 5 Mann von der Komp. in Urlaub und denn Ende Juli wieder 5 Mann.  Diese sind noch die altesten bei der Komp. die schon ein Jahr im Felde sind. Nun den sind noch End August 2 Mann von den alteren übrig und da hoffe ich mitfahren zu können. Na vielleicht ist der krieg auch bisdahin zu End das kann man ja nun garnicht wissen. Got gebe es in seiner Gnade dass es doch bald Schluss wird mit diesen Kämpfen und Ringen um Leben und Tod. Wenn ich an die schweren Kämpfe denken welche wir hier Mitte Mai hatten da haben die Franzosen beim einem Angriff 500 Tote vor unserer Stellung verloren und wie viele verwundete sind nicht zurück  gelaufen. Ja es ist schrecklich mit so einer Mörderei.

Jetzt ist es fast ganz ruhig an der Front. Nur ab und zu fällt ein Artellerieschuss. Ich freue mich bloss, dass ich hier auf der Schreibstube sein kann. Hab jeden Tag mein gutes Essen und jede Nacht meinen ruhigen Schlaff. Jeden zweiten Tag essen wir „Frekadeller“ mit Butter gebraten und wenn das nicht da ist in Schmalz. So, nun zum  Schluss seid Ihr alle recht herzl. Gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder.

Milert

Auf Wiedersehn im September

(Breve i privateje)

11. Juni 1917 – Milert Schulz: “furchtbar viele Fliegen und Schlangen“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.11.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss.

Da ich heute am Schreiben bin will ich doch auch gleichzeitig ein paar Wörter an Euch schreiben meine Lieben. Ich habe es ja noch immer tadellos hier im Felde. Bin auch soweit noch immer Gesund und wohl. Hatte eben einen Brief an Bru. Matthias geschrieben und diesen kaum angefangen musste ich mich plötzlich übergeben. Es war aber nicht schlimm. Es ist hier ja jetzt eine kolosale Hitze kaum zum aushalten. Verschiedene Kammeraden sind schon krank geworden und ins Lazarett gekommen. Haben hier furchtbar viele Fliegen und Schlangen und Eidexen. An der Front ist es jetzt ziemlich ruhig. Wann ich auf Urlaub kommen sollte weiss ich noch nicht. Nun recht viele Grüsse u. Küsse an Euch allen meine Lieben Euer S. u. Br. Milert

(Breve i privateje)

 

9. Juni 1917 – Milert Schulz: “Wir laufen halbnackt herum“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.9.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Deinen lieben Brief wo du und Schwester Mie geschrieben hast liebe Mutter habe ich vorgestern mit vielen Freuden dankend erhalten. Es freut mich natürlich jedes Mal wenn ich von Euch meine Lieben einen Brief habe und ich immer wieder lesen dar, dass es Euch allen noch recht gut trotz dieser schweren Prüfungszeit.

Mir geht es ja auch noch immer recht gut. Nur mein Magen ist in den letzten Tagen nicht ganz in Ordnung gewesen, aber heute ist es schon etwas besser. Na es ist ja auch kaum zum Aushalten in dieser Hitze hier. Ich bin um 8 Uhr aufgestanden und habe soeben meinen Kaffee mit Butter und Käsestullen gleich ans Briefschreibern begeben. Die  Uhr ist jetzt und schon so warm wie bei Euch in der glühende Flammen. Wir laufen halbnackt herum. Den Tag über ist an Arbeiten nicht zu denken, nur morgens in aller frühe und Abends wenn es wieder kühl ist. Mit der Schieserei ist es auch nicht mehr so schlimm. Es ist fast völlig ruhig hier an der Front. Nur die Flieger kommen ab und zu mal rüber gebrummt.

Aber den schlimmsten Krieg haben wir hier mit den Fliegen. Man kann nicht eine Tasse Kaffee trinken ohne dass da ein oder zwei Fliegen drinn sind. Und schmieren wir eine Marmelandenstulle schon ist dieselbe voll Fliegen besetzt. Das schlimste ist aber wenn Sie einem dauernd ins Gesicht herum Kribbeln. Dafür haben wie jetzt von der Millitärbehörde Fliegennetze bekommen. Ähnlich wie die Frauen so ein Netz vor ihren Hüten tragen. Das ist nun ganz praktisch.

Ja so lebt nun hier herum in Mazedonien sitzten dauernd in diesen grossen Bergkessel eingeschlossen und kann bloss einige hundert Meter an den Bergabhang sehen.

Wäre doch bloss dieser ganze Krieg bald vorbei dass wir wieder gesund und glücklich nach Hause kehren dürfen. Gott gebe doch in seiner Gnade, dass es sich bald zum Frieden kehren möge. Aber lasst uns auch nicht verzagen wie lange es auch noch dauern mag denn der Herr ist nache all denen die ihn von Herzen anrufen und er wird uns auch noch durchhelfen. Lasst uns auf ihn unser vertrauen setzen und ihm alleine walten lassen er der Herr wird schon wissen, was für uns das Beste ist (…)

(Breve i privateje)

3. Juni 1917 Milert Schulz: “ Wie [ich] aber aus alles ersehe geht es Euch ja noch immer recht gut zu hause“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.3.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Besten Dank für erhaltene Postsachen. Es [hat] mich sehr gefreut in der letzten Zeit recht oft von Euch gehört zu haben[,] meine Lieben. Wie [ich] aber aus alles ersehe[,] geht es Euch ja noch immer recht gut zu hause. Hier ist es auch noch alles beim alten. Bin noch immer Gott sei Lob und Dank gesund und munter und habe es auch noch immer recht gut hier in Mazedonien.

Es ist hier jetzt kolossal heiss. In den Mittagsstunden kaum zum aushalten. Es ist ungefähr eine Hitze von 55-60 grad. Also könnt Ihr Euch wohl ungefähr vorstellen[,] was wir in einer solchen Hitze auszustehen haben. Wir[,] die wir bei der Gefechtsbagage sind[,] können es ja immer noch besser aushalten wie die welche vorne im Schützengraben sein müssen. Wir haben vergangene Woche fast jeden Tag Gewitter gehabt mitunter sogar sehr stark. Und mit dem Gewitter kommt natürlich den auch ein starker Regen. Nun könnt Ihr Euch ja vorstellen wie es ist in einen blosen Zelt zu wohnen[,] wenn ein so starker Gewitterregen fällt. Aber geht noch alles wenn es ja mitunterunter [sic!] tut[,] wenn es nicht genügend Ablauf hat.

Heute kam ein Nordschleswiger nach hier der auf Urlaub gewesen ist. Ich habe ja natürlich auch mit ihm gesprochen. Nach seinem Erzählen ist es ja furchtbar trocken zu Hause und der Roggen ist auch noch kurz und grün. Hier fangen die Leute schon an den Roggen zu mähen. Das ganzen Korn ist bald reif hier. Ja meine Lieben hoffentlich dauert es noch nicht allzu lange mehr eher wir uns wieder treffen können. Wenn mein Feldwebel wieder vom Urlaub kommt[,] will ich mal mit ihm sprechen ob ich vielleicht im August oder September fahren kann. Oder der langersehnte Friede kommt bald. Gott gebe, dass es doch dieses Jahr endlich zum Schluss kommen lassen möge.

Diese Tage ist es hier ziemlich ruhig gewesen, aber wie ein französischer Gefangener ausgesagt hat, werden sie hier noch einen Angriff versuchen[,] aber bei uns kommt er doch nicht durch. Hatte vorgestern einen Brief von Bruder Matthias. Er hat jetzt aber schon genug von[]dem Soldat sein. Ja ich währe auch froh wenn [ich] hätte zu hause sein können, aber so Gott will[,] hoffe ich doch einst gesund und glücklich wieder in die geliebte Heimat kehren zu können.

Sonst wüsste ich für diesmal nicht viel neues erzählen zu können. Meine Mazedonischen Ansichten habt Ihr doch bekommen. Nun seid Ihr alle recht herzl. Gegrüsst und auf ein frohes Wiedersehn hoffend verbleibe ich Euer gegebener Sohn und Bruder.

Milert

(Breve i privateje)

27. Maj 1917 Milert Schulz: Die Waffeln waren total vermuggelt

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.27.5.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Zuerst meinen besten Dank für die 2 erhaltene Pakete. Eing mit Wurst und Keks und das Andere mit “Pladekage“ und Waffeln. Leider musste ich aber die Waffeln fortwerfen, da sie durch die Marmelade feucht geworden waren und total vermuggelt.

Dass ich dieselben nicht geniessen konnte. Die Wurst hat mich tadellos geschmeckt liebe Mutter und ist auch längst im Magen. Dann habe ich heute eine Karte vom 20.5. und einen Brief von Papps vom 21.5. dankend erhalten. Hat mich sehr gefreut wieder etwas neues von der lieben Heimat zu hören, dass Ihr noch alle gesund und wohlauf sind was ich bis jetzt auch von mir Mitteilen kann. Habe es noch immer recht gut hier. In diesen Tagen ist es auch ziemlich Runhig hier an der Front. Nur die Artillerie schiesst mitunter ist aber weiter nicht schlimm. Heute hat mein Feldwebel das eiserne Kreuz 1. Klasse wirklich auch verdient. Das ist der mit den 3 Winkel auf dem linken Arm wo ich mit auf den Bilder bin. Bis jetzt haben wir hier in fernen Süden jeden Tag eine furchtbare Wärme gehabt.

Aber heute am ersten Pfingsttag ist grade ein Gewitter aufgekommen und den genzen Tag Regen mit sich gebracht. Nun könnt Ihr Euch denken was dass heisst hier im Felde im Regenwetter in ein Zelt zu wohnen. Die Zelte sin nicht dicht und sobald es anfängt zu regnen schon tröpfelt es auch durch. Aber man hält es immer noch aus weis man eben nichts anderes hat. Diese Woche wird mein Feldwebel wohl auf Urlaub fahren auf einen Monat und muss ich denn die ganzen schriftlichen Arbeiten machen, aber ich bin ja nun auch so ziemlich eingelebt. Heute haben wir etwas Liebesgaben bekommen an Keks, Cigaretten, Cigarren.  

I paar Spiele und sonst noch viele Sachen. Also hat Hans Asmussen ja das Eiserne II Klasse bekommen. Na ich hoffe es auch noch mit der Zeit zu bekommen.  Na und wenn ich es auch nicht bekomme macht es auch nichts. Gott gebe, dass dieser Krieg doch bald ein Ende nehmen möge, dass wir einst wieder gesund und glücklich in der lieben Heimat treffen mögen. Ich glaube auch es wird nicht lange mehr dauern. Mit dem Urlaub ist es nicht so einfach aber wir wollen mal abwarten, bis September noch ruhig warten. Eher wird es wohl nicht denn erst muss man ein Jahr im Felde gewesen sein. Sonst wüsste ich hier diesmal nicht mehr. Also das Pfingswetter ist hier schlecht (…).

Milert

(Brev i privateje)

20. Maj 1917 Milert Schulz: “ Nur dieses fürchterliche Hitze kann ich nicht gut vertragen“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.20.5.17

Mein liebes mütterlein!

Heute an einem heisen Sonntagnachmittag werde ich dir doch ein paar Zeilen schreiben. Vielen dank für die gestern erhaltenen Briefe von dir und Pappa. Hat mich sehr gefreut mal wieder etwas neues von der lieben Heimat zu hören. Mir geht es ja noch immer recht gut und hoffe ich auch desgleichen bei eintreffen dieses Briefes bei Euch. Bin Gott sei Dank gesund und munter. Nur dieses fürchterliche Hitze kann ich nicht gut vertragen.

Schwitze de lieben ganzen Tag. Und nachts ist es denn wiederum sehr kalt. Merkwürdiges Klima hier. Wie Ihr wohl in den Zeitungen von vergangene Woche gelesen habt haben wir hier shcwere Kampftage gehabt. Wir liegen nämlich im Cerna Bogen bei Makovo wo der Feind 8 Tagelang dauernd getrommelt hat. So ein Getöse hab ich noch nie gehört. Ganz fürchterlich war es. Und denn hat er auch noch ein paarmal angegriffen, aber jedes Mal blutig zurück geschlagen worden.

Jetzt fangen die Schlagen hier ihr Lesen und treiben an. Gestern haben wir vor unserem Zelt eine Schlagen von 1 m. lane gefangen. Ebenfalle die Schildkröten. Wenn ich gelegentlich eine kleine fange werde ich Euch das gehäuse davon nach Hause schicken.

Jetzt macht Ihr wohl so richtig spaziergänge zu Hause an den schönen Sonntagen Ja Gott sei Lob und Dank, dass der Krieg nicht in unserm Lande ist. Denn wo Krieg ist wird auch alles über Haufen geschossen.

Bekam gestern einen Brief von Hans Asmussen in welchen er mir schrieb, dass er das Eiserne Kreuze II (2.) Kl. bekommen hat.  

Bruder Mah. ist doch noch nicht eingezogen. Hoffentlich ist der Krieg bald zu Ende, dass er nicht mehr ins Feld braucht, denn zu Hause ist es doch am besten, wie Schlecht es denn auch ist. Habe eben Kaffee getrunken mit  Schmalzstullen. Hat tadellos geschmeckt liebe Mutter. Heute mittag gab es Graupen, aber nicht so gut wie du sie Kochst.

Nun zum Schluss seist du und allen Lieben im Heim recht herzl. Gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert

Auf Wiedersehn im Sommer

(Brev i privateje)

11. Maj 1917 – Milert Schulz: ”Es hörte sich fast so an wie das donnern eines Gewitters”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.11.5.17 (Abends)

Meine lieben Eltern und Geschwister! Gottes Friede zum Gruss! 

Habe Euch heute eine Karte geschrieben, die Ihr hoffentlich schon bekommen habt. Habe dort geschrieben, was ich in diesen Tagen erhalten habe und brauche ich es ja hier im Briefe nicht zu wiederholen. Wir sind nämlich wieder ein paar Tage auf dem Marsche gewesen und erst vor 2-3- Tagen in Ruhe gekommen und hat sich deshalb mein Schreiben um paar Tagen verlängert.

Wo wir jetzt sind geht es ein bischen heiss her. Die Franzossen  versuchen auch hier durchzubrechen aber unsere Infanterie und Artillerie lasst sie so leicht so leicht nicht durch. Die F. sind jedes mal mit blutigen und schweren Verlusten zurückgetrieben worden. Sie haben hier 3 Tage und Nächte getrommelt. Es hörte sich fast so an wie das donnern eines Gewitters. Unheimlich hört das sich an. Unsere Komp. Hat nur einen Toten u. 1 Verwundeten gehabt. Der Tote bekam ein Volltreffer alo eine Granate direkt bei ihm eingeschlagen und schlug den Mann gleich in Fetzen. Gott sei Lob und Dank, dass ich hier hinter der Front sein kann und mich ruhig und frei bewegen kann. Ich lebe ja auch ganz gut hier und braucht Ihr hungern brauche. Vielleicht lebe ich noch besser wie Ihr meine Lieben was die Nahrung anbetrifft. Wie bekommen nämlich alle 2 Tage Brot 3 Eier und denn was es sonst noch gibt an Schmalz. Schinken oder eingemachtes Rindfleisch. Das Mittagessen ist auch ganz gut. Heute bekamen wir Graupen. Mitunter gibt es denn Reiss oder Nudel oder was es sonst noch für Militärkost gibt, und meistens mit Hammelfleisch.

Also wenn man hier wohnte gäbe es Wolle genug liebe Mutter. Hier haben wir jetzt eine kollasale Hitze. Die Sonne steht bald senkrecht über uns.  Mittag ist es ungefähr 50 Grad. Sonst bin ich noch immer Gott sei dank gesund und wohlauf.

Viele herzl. Grüsse u. Küsse an Euch allen meine Lieben von mir Euer Sohn und Bruder Milert.

(Brev i privateje)