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16. Juli 1917 – Milert Schulz:” Ja schlecht leben wir nicht”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Den 16. Juli 17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Ja nun wird es wohl bald wieder mal Zeit, dass ich mal einen Brief schreibe. Habe gestern Pappas Brief vom 5/7 und heute Mutters Brief vom 8/7 dankend erhalten. Wie ich ja sehe erwartet Ihr mich ja auf Urlaub. Na nun wird es wohl auch mehr lange dauern. Habe schon mit meinem Feldw. gesprochen ist nämlich vor ein paar Tagen wieder zurückgekehrt – wegen meinen Urlaub. Da sagte er. Ja Sie können im August fahren Schulz. Also meine Lieben hoffe ich nun endlich mal Euch sprechen zu können. Nun wird es aber auch bald Zeit. Sehne mich nämlich auch danach. Besonders sehne ich mich danach mal die kleine Anni zu sehen. Ja denn werde ich in Rendsburg aussteigen und Bruder Matth. Gleich mitnehmen. Hoffentlich hast du denn genug in der Küche liebe Mutter.

Wenn wir beide ankommen dass du denn eine Pfanne Brattkartoffel für uns Soldaten hast. Ja meine Lieben wären wir bloss erst da, na das wird schon werden. Gott gebe seinen Segen dazu. Sonst geht es mir ja noch immer tadellos hier. Jetzt wurde grade an der Küche gepfiffen, dann heisst es Essenholen. Heute gibt es Nudel mit Backobst. Also Augenblick jetzt muss ich essen und sehen wie es schmeckt. Habe soeben gegessen. Also tadellos hats geschmeckt. Ja schlecht leben wir nicht.

Dein Paket mit Kuchen vom 3/7 habe ich auch vor 2 Tagen Dankend erhalten liebe Mutter Vom 1. Aug. ab sollt Ihr mir nichts mehr schicken da ich wohl Mitte August von hier wegfahre. Aber schreiben könnt Ihr ruhig. Hier ist es immer noch so fürchterlich heiss. Und mein Magen ist auch noch nicht richtig in orden, aber es geht noch. Sonst wüsste ich ja für diesmal nicht viel neues zu erzählen. Habe auch eine Karte an Br. Matth. Und Schw. Thilde geschrieben. Ja sonst wüsste ich für diesmal nicht viel neues zu erzählen. Wenn ich nach Hause Komme werde ich schon Pfeffer mitnehmen das heisst den Bulgarischen bis aufs Wiedersehn recht herzl. gegrüsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert 

8. Juli 1917 – Milert Schulz:” Wie können wir bloss Gott dankbar sein, dass der Krieg nicht in unserm Lande wütet”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde den 8.7.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!
Gottes Friede zum Gruss!

Wo ich nun diesen Brief schreibe, hast du wohl grade in kleines Mittagsschläfchen bekommen liebe Mutter und Pappa vielleicht einen etwas längeren. Na das macht ja nun auch nichts. Für deinen Brief vom 30.6 sage dir meinen besten Dank liebe Mutter. Ebenfalls für Schwester Diddes Briefe vom 28.6 und 2.7.

Ja meine Lieben wenn ich auf Urlaub kommen sollte kommt mein Photo aber in gang. Aber das schlimmste ist ja denn ich kenne ja gar nicht die kleine Schwester Anni. Habt Ihr denn kein Bild von ihr. Von Br. Oskar habe ich ja noch eins von Febr. letztes Jahr wie ich von Königsberg auf Urlaub war. Na diesen Monat wird es wohl nicht werden, aber denn hoffentlich mitt nächsten Monat, also August. Das schadet ja auch weiter nichts. Gestern war ich von der Hitze ziemlich krank. Kopf – und Leibschmerzen hatte ich kaum zum aushalten. Heute ist es doch besser, wenigstens habe ich kein Kopfschmerzen. Gegessen habe ich auch nichts. Nur ein paar Soldatenzwieback.

Es ist ja jetzt auch eine furchtbare Hitze hier, aber hoffentlich wird es bald ein wenig kühler. Am schönstens ist es Abends wenn die Sonne weg ist, alles ist still, nur ab und zu hört man ein Kanonenschuss hier und dort krachen, aber das lässt uns weiter nicht stören. Ach wäre doch bald der langersehnet Frieden bloss da dass man endlich mal wieder aus diesen Elend herauskommen können. Wie können wir bloss Gott dankbar sein, dass der Krieg nicht in unserm Lande wütet. Ja möge sich der Herr doch bald über diesen Jammer sich erbarmen und uns bald den Frieden geben.

Von hier ist ja sonst nichts neues zu berichten. Ja liebe Mutter du schriebst wegen Pfeffer. Das gibt es hier auch nicht aber die Bulg. Soldaten haben ein sogenanntes Paprika auch so eine Pfefferart. Werde dir davon etwas nach Hause schicken. Es ist aber furchtbar stark. Also hoffentlich komme ich denn so mitte oder Ende August nach Hause und seid Ihr denn bis dahin alle recht herzl. gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert 

(Brev i privateje)

3. Juli 1917 – Milert Schulz: ”… Mutter, dass ich noch immer Eurer „Dreng“ sein darf”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde den 3.7.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!
Gottes Friede zum Gruss!

Zuerst besten Dank für erhaltenes Paketchen mit Kuchen u. Schinken. Und zweitens besten Dank für erhaltenen Brief vom 25/6 und Karte vom 26/6 von dir meine gute Mutter. Ja du kannst glauben liebe Mutter wenn man hier im Felde steht den Tod alle Augenblick vor Augen, dann weiss man erst richtig zu schätzen was man an einen guten Vater und eine gute Mutter hat. Darum freue ich micht auch sehr jedes mal wenn ich Eure Briefe durchlese dass Ihr mir immer treu hingebene Eltern seid.

Jetzt weis ich so richtig was ich an Euch habe lieber Vater und Mutter. Ich schätze mich besonders hoch wenn du schreibst „min kjere Dreng“ liebe Mutter, dass ich noch immer Eurer „Dreng“ sein darf. Ja, wie wohl ist es ein treues Heim zu haben. Und denn die lieben Geschwister alle. Ihr geht mir nicht nur einmal durch den Kopf. sondern den lieben langen Tag sind meine Gedanken stets bei Euch und denn stelle ich mir das ganze liebe Heim in Gedanken vor, jede Ecke, jede Stube, jedes Bild und was sonst noch ist stelle ich mir oft alles in Gedanken vor. Und denn wie man als Kind dort gespielt haben, da habe ich am Tisch zu Mittag gegessen, da sass Vater, da sas Mutter, und da sassen die Geschwister und da der Schrank in der Küche wo man so oft ein Strück Zucker ohne Mutters Erlaubnis genommen hat. Ja meine Lieben bei dieser Einförmigkeit lässt man sich sein ganzen Leben vor Augen kommen.

Wenn man dauernd an diesen Krieg denken wird man ja ganz Dusselig im Kopf. Am liebsten denken ich garnicht daran. Nur mit sehnsucht denket man an den Frieden wo wir einst als Kämpfer den Heimatlichen Boden betreten dürfen. Welch eine Freude wird das sein wenn die Erlösende Stunde schlägt.

Mir geht es noch immer recht gut hier und bin auch gesund und munter. Wenn bloss nicht diese Hitze wäre dann ginge es noch. An der Front ist es während dieser Hitze auch ziemlich ruhig. Habe endlich Brief von Br. Matth. bekommen und ihm gestern geschrieben. Hoffentlich glück es mit mein Urlaub End diesen Monat, wenn nicht denn im August. Sonst wäre ja nichts neues zu schreiben. Viele herzl. Grusse u. Küsse verbleibe ich bis auf ein fröhliches Wiedersehn Euer dankbarer Sohn und Bruder

Milert.

(Breve i privateje)

30. Juni 1917 – Milert Schulz: ” …. ikke saa slemt naar blodt den forferdelige Krieg havde en ende”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Skrevet den 30.6.17

Mine kjære Derhjemme i det kjære Nordsleswig!
Guds Fred til Hilsen!

Ja nu er der jo et par dage siden jeg har skreven til Eder og føler jeg mig nødsaget til at skrive et paar Ord igjen, hvad jeg jo ogsaa gjør med Glæde. Denne gang paa Dansk.

Har i dag modtaget dit Kort fra den 23/6 Kjære Moder med Tak. Mig gaar det jo endnu altid rigtig godt og er Gud skee Tak sund og rask. Vi lever jo ogsaa heelt godt her i Felden. Til Middag bager jeg Pandekager og til Aften steger jeg et par Frekadeller. Det smager jo heelt godtil Saa kann du jo nok forstsaa at vi lever heelt godt. Med det er jo kun Feldw. og jeg der saadan lever og saa ogsaa Offiseerne. Derfor tør du ikke sende mig nogen Pakker kjære Moder, send det saa hellere til Broder M. han har det meere behov end jeg. Naar jeg mangler noget skal jeg nok skrive derom. Blodt skriv flittig at jeg altid hved hvordan det gaar Eder mine kære.

Jeg haaber jo nu da sterkt at jeg kommer igjen paa Orlov i 14 dage sidst i neste Maaned. Men naar jeg ikke kommer saa kommer jeg sidst i August. Nu faar vi jo at see. Naar jeg saa kommer igjennem Rendsb. Stiger jeg ud og tager Br. M. med hjem i en 8 Dage. Jeg ved slet ikke sin Adresse endnu. Kedelig at di faar saa lidt at spise i Garnisonen.

Her er det jo endnu altid saa forferdelig warm. Vi løber i Skjorter herom, og saa en masse Fluer saa man kan næpper værne sig mod dem. Men nu det er jo altsammen ikke saa slemt naar blodt den forferdelige Krieg havde en ende. Gud give dog at Freden dog snart maatte holde sin Indtog i Landene.

Jeg lenges efter at see og tale med Eder igjen mine Elskede. Mit Klaverspil har jeg jo vist heelt forglemt. Hvem spiller nu derpaa. Der kan vel ingen som Babba. Men nu han kan jo ogsaa spille heelt fin og smukke Stykker.

Kommer Heise snart hjem paa Orlov eller han ikke skrevet derom endnu? Nu til Slut være I alle hjerteligt Hilset og Kysset fra mig Eder Søn og Broder.

Milert

Skriver snart

(Breve i privateje)

19. Juni 1917 – Milert Schulz: “… beim einem Angriff 500 Tote“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien. Og nu håber han, at kunne komme hjem i august eller september.

Im Felde d.19.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Meinen besten Dank für Eure lieben Briefe vom 11.6.17. liebe Mutter und Vater. En hat mich sehr gefreut mal wieder etwas aus der lieben Heimat zu bekommen. Wie ich ja aus alle Euren Briefen sehen kann habt Ihr’s ja noch immer recht gut. Ihr schrieb mir letzt ob ich nicht Kaffee oder Wolle besorgen kann. Ja meine lieben mit Kaffee wird es wohl nicht so leicht sein. Aber mit Wolle liesse sich vielleicht etwas machen. Ich werde mich mal nach salchen Sachen umsehen. Vielleicht kann ich doch etwas auftreiben.

Mir geht es ja noch immer recht gut hier unten. Bin noch immer gesund und munter.  Hier haben wir jeden Tag Gewitter und viel Regen. Gestern regnete es so stark, dass wir kaum in unsern Zelt aufhalten konnten. Also regen genug. Ich wünschte dass dieser Regen zu Hause gefallen wäre.

Gestern bekammen wir Telegram von unsern Feldwebel, dass er zu Hause erkrankt war. Na hoffentlich kommt er noch wieder, dass ich auch nach Hause fahren kann. Wenn’s Glückt komme ich vielleicht im September oder Ende August. Nun wollen wir erstmal die Zeit ruhig abwarten. Ende diesen Monat fahren 5 Mann von der Komp. in Urlaub und denn Ende Juli wieder 5 Mann.  Diese sind noch die altesten bei der Komp. die schon ein Jahr im Felde sind. Nun den sind noch End August 2 Mann von den alteren übrig und da hoffe ich mitfahren zu können. Na vielleicht ist der krieg auch bisdahin zu End das kann man ja nun garnicht wissen. Got gebe es in seiner Gnade dass es doch bald Schluss wird mit diesen Kämpfen und Ringen um Leben und Tod. Wenn ich an die schweren Kämpfe denken welche wir hier Mitte Mai hatten da haben die Franzosen beim einem Angriff 500 Tote vor unserer Stellung verloren und wie viele verwundete sind nicht zurück  gelaufen. Ja es ist schrecklich mit so einer Mörderei.

Jetzt ist es fast ganz ruhig an der Front. Nur ab und zu fällt ein Artellerieschuss. Ich freue mich bloss, dass ich hier auf der Schreibstube sein kann. Hab jeden Tag mein gutes Essen und jede Nacht meinen ruhigen Schlaff. Jeden zweiten Tag essen wir „Frekadeller“ mit Butter gebraten und wenn das nicht da ist in Schmalz. So, nun zum  Schluss seid Ihr alle recht herzl. Gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder.

Milert

Auf Wiedersehn im September

(Breve i privateje)

11. Juni 1917 – Milert Schulz: “furchtbar viele Fliegen und Schlangen“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.11.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss.

Da ich heute am Schreiben bin will ich doch auch gleichzeitig ein paar Wörter an Euch schreiben meine Lieben. Ich habe es ja noch immer tadellos hier im Felde. Bin auch soweit noch immer Gesund und wohl. Hatte eben einen Brief an Bru. Matthias geschrieben und diesen kaum angefangen musste ich mich plötzlich übergeben. Es war aber nicht schlimm. Es ist hier ja jetzt eine kolosale Hitze kaum zum aushalten. Verschiedene Kammeraden sind schon krank geworden und ins Lazarett gekommen. Haben hier furchtbar viele Fliegen und Schlangen und Eidexen. An der Front ist es jetzt ziemlich ruhig. Wann ich auf Urlaub kommen sollte weiss ich noch nicht. Nun recht viele Grüsse u. Küsse an Euch allen meine Lieben Euer S. u. Br. Milert

(Breve i privateje)

 

9. Juni 1917 – Milert Schulz: “Wir laufen halbnackt herum“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.9.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Deinen lieben Brief wo du und Schwester Mie geschrieben hast liebe Mutter habe ich vorgestern mit vielen Freuden dankend erhalten. Es freut mich natürlich jedes Mal wenn ich von Euch meine Lieben einen Brief habe und ich immer wieder lesen dar, dass es Euch allen noch recht gut trotz dieser schweren Prüfungszeit.

Mir geht es ja auch noch immer recht gut. Nur mein Magen ist in den letzten Tagen nicht ganz in Ordnung gewesen, aber heute ist es schon etwas besser. Na es ist ja auch kaum zum Aushalten in dieser Hitze hier. Ich bin um 8 Uhr aufgestanden und habe soeben meinen Kaffee mit Butter und Käsestullen gleich ans Briefschreibern begeben. Die  Uhr ist jetzt und schon so warm wie bei Euch in der glühende Flammen. Wir laufen halbnackt herum. Den Tag über ist an Arbeiten nicht zu denken, nur morgens in aller frühe und Abends wenn es wieder kühl ist. Mit der Schieserei ist es auch nicht mehr so schlimm. Es ist fast völlig ruhig hier an der Front. Nur die Flieger kommen ab und zu mal rüber gebrummt.

Aber den schlimmsten Krieg haben wir hier mit den Fliegen. Man kann nicht eine Tasse Kaffee trinken ohne dass da ein oder zwei Fliegen drinn sind. Und schmieren wir eine Marmelandenstulle schon ist dieselbe voll Fliegen besetzt. Das schlimste ist aber wenn Sie einem dauernd ins Gesicht herum Kribbeln. Dafür haben wie jetzt von der Millitärbehörde Fliegennetze bekommen. Ähnlich wie die Frauen so ein Netz vor ihren Hüten tragen. Das ist nun ganz praktisch.

Ja so lebt nun hier herum in Mazedonien sitzten dauernd in diesen grossen Bergkessel eingeschlossen und kann bloss einige hundert Meter an den Bergabhang sehen.

Wäre doch bloss dieser ganze Krieg bald vorbei dass wir wieder gesund und glücklich nach Hause kehren dürfen. Gott gebe doch in seiner Gnade, dass es sich bald zum Frieden kehren möge. Aber lasst uns auch nicht verzagen wie lange es auch noch dauern mag denn der Herr ist nache all denen die ihn von Herzen anrufen und er wird uns auch noch durchhelfen. Lasst uns auf ihn unser vertrauen setzen und ihm alleine walten lassen er der Herr wird schon wissen, was für uns das Beste ist (…)

(Breve i privateje)

3. Juni 1917 Milert Schulz: “ Wie [ich] aber aus alles ersehe geht es Euch ja noch immer recht gut zu hause“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.3.6.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Besten Dank für erhaltene Postsachen. Es [hat] mich sehr gefreut in der letzten Zeit recht oft von Euch gehört zu haben[,] meine Lieben. Wie [ich] aber aus alles ersehe[,] geht es Euch ja noch immer recht gut zu hause. Hier ist es auch noch alles beim alten. Bin noch immer Gott sei Lob und Dank gesund und munter und habe es auch noch immer recht gut hier in Mazedonien.

Es ist hier jetzt kolossal heiss. In den Mittagsstunden kaum zum aushalten. Es ist ungefähr eine Hitze von 55-60 grad. Also könnt Ihr Euch wohl ungefähr vorstellen[,] was wir in einer solchen Hitze auszustehen haben. Wir[,] die wir bei der Gefechtsbagage sind[,] können es ja immer noch besser aushalten wie die welche vorne im Schützengraben sein müssen. Wir haben vergangene Woche fast jeden Tag Gewitter gehabt mitunter sogar sehr stark. Und mit dem Gewitter kommt natürlich den auch ein starker Regen. Nun könnt Ihr Euch ja vorstellen wie es ist in einen blosen Zelt zu wohnen[,] wenn ein so starker Gewitterregen fällt. Aber geht noch alles wenn es ja mitunterunter [sic!] tut[,] wenn es nicht genügend Ablauf hat.

Heute kam ein Nordschleswiger nach hier der auf Urlaub gewesen ist. Ich habe ja natürlich auch mit ihm gesprochen. Nach seinem Erzählen ist es ja furchtbar trocken zu Hause und der Roggen ist auch noch kurz und grün. Hier fangen die Leute schon an den Roggen zu mähen. Das ganzen Korn ist bald reif hier. Ja meine Lieben hoffentlich dauert es noch nicht allzu lange mehr eher wir uns wieder treffen können. Wenn mein Feldwebel wieder vom Urlaub kommt[,] will ich mal mit ihm sprechen ob ich vielleicht im August oder September fahren kann. Oder der langersehnte Friede kommt bald. Gott gebe, dass es doch dieses Jahr endlich zum Schluss kommen lassen möge.

Diese Tage ist es hier ziemlich ruhig gewesen, aber wie ein französischer Gefangener ausgesagt hat, werden sie hier noch einen Angriff versuchen[,] aber bei uns kommt er doch nicht durch. Hatte vorgestern einen Brief von Bruder Matthias. Er hat jetzt aber schon genug von[]dem Soldat sein. Ja ich währe auch froh wenn [ich] hätte zu hause sein können, aber so Gott will[,] hoffe ich doch einst gesund und glücklich wieder in die geliebte Heimat kehren zu können.

Sonst wüsste ich für diesmal nicht viel neues erzählen zu können. Meine Mazedonischen Ansichten habt Ihr doch bekommen. Nun seid Ihr alle recht herzl. Gegrüsst und auf ein frohes Wiedersehn hoffend verbleibe ich Euer gegebener Sohn und Bruder.

Milert

(Breve i privateje)

27. Maj 1917 Milert Schulz: Die Waffeln waren total vermuggelt

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.27.5.17

Meine lieben Eltern und Geschwister!

Gottes Friede zum Gruss!

Zuerst meinen besten Dank für die 2 erhaltene Pakete. Eing mit Wurst und Keks und das Andere mit “Pladekage“ und Waffeln. Leider musste ich aber die Waffeln fortwerfen, da sie durch die Marmelade feucht geworden waren und total vermuggelt.

Dass ich dieselben nicht geniessen konnte. Die Wurst hat mich tadellos geschmeckt liebe Mutter und ist auch längst im Magen. Dann habe ich heute eine Karte vom 20.5. und einen Brief von Papps vom 21.5. dankend erhalten. Hat mich sehr gefreut wieder etwas neues von der lieben Heimat zu hören, dass Ihr noch alle gesund und wohlauf sind was ich bis jetzt auch von mir Mitteilen kann. Habe es noch immer recht gut hier. In diesen Tagen ist es auch ziemlich Runhig hier an der Front. Nur die Artillerie schiesst mitunter ist aber weiter nicht schlimm. Heute hat mein Feldwebel das eiserne Kreuz 1. Klasse wirklich auch verdient. Das ist der mit den 3 Winkel auf dem linken Arm wo ich mit auf den Bilder bin. Bis jetzt haben wir hier in fernen Süden jeden Tag eine furchtbare Wärme gehabt.

Aber heute am ersten Pfingsttag ist grade ein Gewitter aufgekommen und den genzen Tag Regen mit sich gebracht. Nun könnt Ihr Euch denken was dass heisst hier im Felde im Regenwetter in ein Zelt zu wohnen. Die Zelte sin nicht dicht und sobald es anfängt zu regnen schon tröpfelt es auch durch. Aber man hält es immer noch aus weis man eben nichts anderes hat. Diese Woche wird mein Feldwebel wohl auf Urlaub fahren auf einen Monat und muss ich denn die ganzen schriftlichen Arbeiten machen, aber ich bin ja nun auch so ziemlich eingelebt. Heute haben wir etwas Liebesgaben bekommen an Keks, Cigaretten, Cigarren.  

I paar Spiele und sonst noch viele Sachen. Also hat Hans Asmussen ja das Eiserne II Klasse bekommen. Na ich hoffe es auch noch mit der Zeit zu bekommen.  Na und wenn ich es auch nicht bekomme macht es auch nichts. Gott gebe, dass dieser Krieg doch bald ein Ende nehmen möge, dass wir einst wieder gesund und glücklich in der lieben Heimat treffen mögen. Ich glaube auch es wird nicht lange mehr dauern. Mit dem Urlaub ist es nicht so einfach aber wir wollen mal abwarten, bis September noch ruhig warten. Eher wird es wohl nicht denn erst muss man ein Jahr im Felde gewesen sein. Sonst wüsste ich hier diesmal nicht mehr. Also das Pfingswetter ist hier schlecht (…).

Milert

(Brev i privateje)

20. Maj 1917 Milert Schulz: “ Nur dieses fürchterliche Hitze kann ich nicht gut vertragen“

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.20.5.17

Mein liebes mütterlein!

Heute an einem heisen Sonntagnachmittag werde ich dir doch ein paar Zeilen schreiben. Vielen dank für die gestern erhaltenen Briefe von dir und Pappa. Hat mich sehr gefreut mal wieder etwas neues von der lieben Heimat zu hören. Mir geht es ja noch immer recht gut und hoffe ich auch desgleichen bei eintreffen dieses Briefes bei Euch. Bin Gott sei Dank gesund und munter. Nur dieses fürchterliche Hitze kann ich nicht gut vertragen.

Schwitze de lieben ganzen Tag. Und nachts ist es denn wiederum sehr kalt. Merkwürdiges Klima hier. Wie Ihr wohl in den Zeitungen von vergangene Woche gelesen habt haben wir hier shcwere Kampftage gehabt. Wir liegen nämlich im Cerna Bogen bei Makovo wo der Feind 8 Tagelang dauernd getrommelt hat. So ein Getöse hab ich noch nie gehört. Ganz fürchterlich war es. Und denn hat er auch noch ein paarmal angegriffen, aber jedes Mal blutig zurück geschlagen worden.

Jetzt fangen die Schlagen hier ihr Lesen und treiben an. Gestern haben wir vor unserem Zelt eine Schlagen von 1 m. lane gefangen. Ebenfalle die Schildkröten. Wenn ich gelegentlich eine kleine fange werde ich Euch das gehäuse davon nach Hause schicken.

Jetzt macht Ihr wohl so richtig spaziergänge zu Hause an den schönen Sonntagen Ja Gott sei Lob und Dank, dass der Krieg nicht in unserm Lande ist. Denn wo Krieg ist wird auch alles über Haufen geschossen.

Bekam gestern einen Brief von Hans Asmussen in welchen er mir schrieb, dass er das Eiserne Kreuze II (2.) Kl. bekommen hat.  

Bruder Mah. ist doch noch nicht eingezogen. Hoffentlich ist der Krieg bald zu Ende, dass er nicht mehr ins Feld braucht, denn zu Hause ist es doch am besten, wie Schlecht es denn auch ist. Habe eben Kaffee getrunken mit  Schmalzstullen. Hat tadellos geschmeckt liebe Mutter. Heute mittag gab es Graupen, aber nicht so gut wie du sie Kochst.

Nun zum Schluss seist du und allen Lieben im Heim recht herzl. Gegrüsst und geküsst von mir Euer Sohn und Bruder

Milert

Auf Wiedersehn im Sommer

(Brev i privateje)

11. Maj 1917 – Milert Schulz: ”Es hörte sich fast so an wie das donnern eines Gewitters”

Milert Schulz arbejdede i Løgumkloster, da han blev indkaldt omkring årsskiftet 1915/16. Det meste af 1916 tilbragte han i garnison i Ostpreussen, men i november blev han sendt til Makedonien.

Im Felde d.11.5.17 (Abends)

Meine lieben Eltern und Geschwister! Gottes Friede zum Gruss! 

Habe Euch heute eine Karte geschrieben, die Ihr hoffentlich schon bekommen habt. Habe dort geschrieben, was ich in diesen Tagen erhalten habe und brauche ich es ja hier im Briefe nicht zu wiederholen. Wir sind nämlich wieder ein paar Tage auf dem Marsche gewesen und erst vor 2-3- Tagen in Ruhe gekommen und hat sich deshalb mein Schreiben um paar Tagen verlängert.

Wo wir jetzt sind geht es ein bischen heiss her. Die Franzossen  versuchen auch hier durchzubrechen aber unsere Infanterie und Artillerie lasst sie so leicht so leicht nicht durch. Die F. sind jedes mal mit blutigen und schweren Verlusten zurückgetrieben worden. Sie haben hier 3 Tage und Nächte getrommelt. Es hörte sich fast so an wie das donnern eines Gewitters. Unheimlich hört das sich an. Unsere Komp. Hat nur einen Toten u. 1 Verwundeten gehabt. Der Tote bekam ein Volltreffer alo eine Granate direkt bei ihm eingeschlagen und schlug den Mann gleich in Fetzen. Gott sei Lob und Dank, dass ich hier hinter der Front sein kann und mich ruhig und frei bewegen kann. Ich lebe ja auch ganz gut hier und braucht Ihr hungern brauche. Vielleicht lebe ich noch besser wie Ihr meine Lieben was die Nahrung anbetrifft. Wie bekommen nämlich alle 2 Tage Brot 3 Eier und denn was es sonst noch gibt an Schmalz. Schinken oder eingemachtes Rindfleisch. Das Mittagessen ist auch ganz gut. Heute bekamen wir Graupen. Mitunter gibt es denn Reiss oder Nudel oder was es sonst noch für Militärkost gibt, und meistens mit Hammelfleisch.

Also wenn man hier wohnte gäbe es Wolle genug liebe Mutter. Hier haben wir jetzt eine kollasale Hitze. Die Sonne steht bald senkrecht über uns.  Mittag ist es ungefähr 50 Grad. Sonst bin ich noch immer Gott sei dank gesund und wohlauf.

Viele herzl. Grüsse u. Küsse an Euch allen meine Lieben von mir Euer Sohn und Bruder Milert.

(Brev i privateje)